Starke Muskeln – starkes Gehirn

In einem gesunden Körper könnte tatsächlich ein gesünderer Geist wohnen, zeigt eine Studie. Sie ergab, dass eine Stärkung der Muskeln auch für eine verbesserte geistige Leistungsfähigkeit sorgt. 


Forscher testen Krafttraining und geistiges Training 

Eine Studie zweier Universitäten in Australien zeigt einen Zusammenhang zwischen Muskeltraining und Zunahme der kognitiven Funktion bei Patienten mit leichten geistigen Einschränkungen. Diese leichten geistigen Probleme werden oftmals längere Zeit nicht bemerkt. 80 Prozent dieser Patienten entwickeln jedoch nach durchschnittlich sechs Jahren eine Demenz.

Insgesamt 100 der 55 bis 68 Jahre alten Patienten mit leichten geistigen Beeinträchtigen hatten an der "Study of Mental and Resistance Training" (SMART) teilgenommen. Die Studienteilnehmer waren in vier Gruppen eingeteilt worden, die verschiedene Arten von Aktivitäten durchführen sollten, darunter eine Kombination aus Resistenztraining (Gewichtheben), ein Schein-Resistenztraining bestehend aus Stretchingübungen sowie ein kognitives Training am Computer und ein Scheintraining am Computer.


Mit dem Kraftzuwachs an Muskeln wächst die Gehirnleistung

Die im "The Journal of the American Geriatrics" veröffentlichen Studienergebnisse zeigen, dass kognitives Training und alle Scheintrainingsarten keine Veränderungen der geistigen Leistungsfähigkeit herbeiführen konnten. Mit einer verbesserten Muskelstärke stellte sich jedoch auch eine verbesserte kognitive Funktion sein. Je stärker die Muskeln wurden, desto mehr verbesserte sich auch die geistige Leistungsfähigkeit.

Dies hatten zwar auch schon andere Studien ergeben, unklar war allerdings, welche Art von Sport in welcher Qualität und Menge die Gehirnleistung positiv beeinflussen. In der aktuellen Untersuchung hatten die Patienten sechs Monate lang zweimal pro Woche mit Gewichten trainiert. Die Gewichte waren langsam gesteigert worden, sobald ein Muskelkraftzuwachs zu verzeichnen war. 

"Je mehr ältere Menschen zum Resistenztraining zu bewegen sind, desto wahrscheinlicher ist eine gesündere ältere Gesellschaft zu erwarten", so die Wissenschaftler. Wichtig sei, das Training häufig und intensiv zu betreiben, mindestens zweimal pro Woche. So lasse sich ein maximaler Zuwachs an Muskelkraft aufbauen, damit auch das Gehirn maximal profitert.

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.11.16Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: