Sport mit Freunden für eine gute Lebensqualität

Sport ist nicht nur wichtig, um die schlanke Linie zu bewahren, er dient unter anderem auch dem Stressabbau. Möglicherweise ist es aber nicht nur wichtig, sich überhaupt zu bewegen, sondern es hat auch der Kontext Bedeutung, in dem Sport betrieben wird. Sportgruppen eignen sich offenbar besonders, um die Lebensqualität zu steigern.


Forscher: Sport in der Gruppe ist effektiver

Erst kürzlich ergab eine Studie, dass bereits eine Stunde körperlicher Aktivität in der Woche der Stimmung zugutekommt und helfen kann, Depressionen vorzubeugen. Eine weitere Studie zeigte, dass Bewegung die Gesundheit der Muskeln verbessert und die Lebenserwartung steigert. Dass auch der Kontext, in dem Sport betrieben wird, eine wichtige Bedeutung für die Effektivität hat, ist das Ergebnis von Wissenschaftlern aus der Abteilung für Osteopathie der University of New England. Demnach ist Sport in der Gruppe wirkungsvoller als allein. Die Vorteile von Sport mit Freunden und Gleichgesinnten könnten zum Beispiel im gemeinsamen Lösen von Schwierigkeiten bei anspruchsvollen sportlichen Betätigungen oder im gegenseitigen Unterstützen und Mut machen liegen, so die Forscher.

An der im "The Journal of the American Osteopathic Association" veröffentlichten Studie hatten 69 Medizinstudenten teilgenommen. Medizinstudenten weisen oft einen besonders hohen Stresspegel auf und geben eine geringere Lebensqualität an, zeigen Studien. Deshalb erschien den Forschern diese Studentengruppe als besonders geeignet, um die Auswirkungen von Sport in Gruppen oder allein zu untersuchen.

Die Studienteilnehmer konnten sich entscheiden, ob sie lieber allein oder in der Gruppe an einem zwölfwöchigen Bewegungsprogramm teilnehmen möchten. Eine dritte Kontrollgruppe von Studenten sollte keinem Sportprogramm folgen und sich nicht mehr zu Fuß oder per Fahrrad bewegen als üblich.


Sport ist mehr als Bewegung

Studenten, die Sport in der Gruppe machten, wiesen gegenüber "Einzelkämpfern" ein um mehr als 26 Prozent reduziertes Stresslevel auf. Zudem berichteten sie über eine größere Verbesserung ihrer Lebensqualität. Wer allein Sport machte, musste sich mehr anstrengen, um den Bewegungsplan einzuhalten, hatte aber weniger von der Bewegung, denn Stress und Lebensqualität änderten sich nur wenig. 

Wenn es um Bewegung geht, ist ein Ansatz nötig, der mentale, körperliche und emotionale Aspekte berücksichtigt, so die Forscher. Dies könnte helfen, zu motivieren und auch langfristig bei der gesunden Bewegung zu bleiben.

Quelle: Dr. Julia Hofmann06.11.17Zum AnfangZurück

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