Kinder: Faulpelze lesen schlechter

Zwischen Bewegung und Lesefertigkeiten in der dritten Klasse der Grundschule gibt es einen Zusammenhang, finden Forscher heraus. Fehlende Bewegung schlägt sich demnach zumindest bei Jungen in Leseproblemen nieder. Wenig Sport und lange Ruhezeiten kommen der akademischen Entwicklung von Jungen demnach offenbar nicht zugute. Bei Mädchen zeigen sich diese Auswirkungen nicht in gleichem Maße. Das zeigt, wie wichtig Bewegung insbesondere für Jungen ist.


Forscher messen Bewegung, Fitness sowie Lese- und Rechenfertigkeiten

Bewegen sich Jungen wenig, ist das mit schlechteren Lesefähigkeiten im Alter zwischen sechs und acht Jahren verbunden, so finnische und britische Forscher. Demnach haben Jungen, die sich wenig bewegen und eher einem sitzenden Lebensstil nachgehen, in den Klassen eins bis drei die schlechtesten Lesefertigkeiten.

In der im "Journal of Science and Medicine in Sport" veröffentlichten Studie waren die Lese- und Rechenfertigkeiten von 153 Kindern der ersten bis dritten Klasse untersucht worden. Körperliche Aktivität und Ruhezeiten waren objektiv anhand von Sensoren ermittelt worden, die in der ersten Klasse Herzfrequenz und Bewegung maßen. Mittels standardisierten Tests wurden Lese- und Rechenfertigkeiten in den Klassen eins bis drei gemessen. 


Mehr Bewegung, weniger Ruhe helfen, Leistung zu steigern

Jungen, die in der ersten Klasse moderate bis starke körperliche Aktivität und wenig Ruhezeiten aufweisen, konnten in den ersten drei Schuljahren auch besser lesen. Zudem waren sie auch im Rechnen unsportlichen Mitschülern gegenüber überlegen – allerdings nur in der ersten Klasse. Bei Mädchen ließen sich diese Zusammenhänge nicht so klar nachweisen.

Die Forscher vermuten, dass die Kombination aus geringer körperlicher Aktivität und eher ruhendem Lebensstil Jungen und ihrer akademischen Entwicklung schadet. Mit mehr Bewegung und weniger Ruhezeiten könnten sich schulische Leistungen verbessern lassen, schlussfolgern die Wissenschaftler. Dies hat wahrscheinlich auch für die langfristige akademische Entwicklung Folgen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann02.12.16Zum AnfangZurück

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