Hunde halten nicht nur Senioren fit

Ob klein oder groß, lang- oder kurzhaarig, reinrassig oder Mischling: Hunde bereiten ihren Besitzern nicht nur Freude und Spaß. Sie sind auch der Gesundheit zuträglich. Besonders ältere Menschen profitieren.


WHO empfiehlt 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche

Es gibt schon viele Untersuchungen, die sich mit dem Nutzen des Hundebesitzes beschäftigt haben. Die haarigen Freunde helfen, Stress zu reduzieren, sie nehmen Einfluss auf die bakterielle Besiedelung des Darms bei Kindern und können das Risiko von Allergien und Übergewicht senken. Eine aktuelle im Journal "BMC Public Health" veröffentlichte Studie ergab jetzt, dass Hundebesitzer auch eher geneigt sind, sich zu bewegen und allgemeine Empfehlungen zur körperlichen Bewegung zu erfüllen.

Die Weltgesundheitsorganiation (WHO) empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche. Alternativ sind auch 75 Minuten anstrengender Sport möglich. Regelmäßige körperliche Aktivität wie Laufen senkt gesundheitliche Risiken, darunter Herzkreislaufkrankheiten, Diabetes, einige Krebserkrankungen und Depressionen.


Hunde sorgen bei Senioren für mehr Bewegung

Die neue Studie zeigt, dass der Hundebesitz die körperliche Aktivität von Senioren positiv beeinflusst. Die Forscher versahen 86 Menschen über 65 Jahre eine Woche lang mit um die Hüfte getragenen Aktivitätsmessgeräten. Die Hälfte der Teilnehmer besaß einen Hund. Ermittelt wurde die Dauer des Gehens, des Stehens und des Sitzens.

Hundebesitzer liefen durchschnittlich 22 Minuten mehr am Tag als Senioren, die keinen Hund hatten. Hunde verhalfen älteren Menschen zu einem Plus von 2.760 Schritten am Tag. 

Schon die zusätzlich gelaufene Zeit reiche aus, um die von der WHO erlassenen Bewegungsempfehlungen zu erfüllen, so die Wissenschaftler.

Die Studie ergab auch, dass Hundebesitzer weniger lange am Stück sitzen. Die Gesamtzeit des Sitzens unterschied sich jedoch nicht zwischen Senioren mit und ohne Hund. Die Forscher vermuten, dass es Senioren zugutekommt, wenn sie einen Hund besitzen oder sich mit anderen eine Hundebesitz teilen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.06.17Zum AnfangZurück

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