Frauen: Sport soll Spaß machen

Viele Frauen beginnen mit Sport und Fitnessprogrammen, um Gewicht zu verlieren. Gelingt dies nicht oder nicht in erhofftem Umfang, beenden sie ihre sportliche Aktivität oftmals. Ursachen für die fehlende Motivation erklären Wissenschaftler. Sie geben Tipps, wie sich die Motivation und Freude an Bewegung finden und erhalten lässt.


Forscher untersuchten Einstellung von Frauen zu Sport

Besonders Frauen haben oftmals schon viele Versuche hinter sich, einer sportlichen Aktivität nachzugehen. Häufig ist ein gewünschter Gewichtsverlust die Motivation. Forscher entdeckten zwischen Frauen, die regelmäßig Sport treiben und jenen, die ihre Bewegungsvorsätze immer wieder begraben, einen Unterschied. Die Einstellung zu Sport und die Vorstellung über die nötige Intensität von Bewegung spielen demnach eine große Rolle, schreiben die Wissenschaftler im Journal "BMC Public Health".

Die Forscher der Universität von Michigan untersuchten Frauen, ihre Gefühle von Glück und Erfolg sowie ihre Einstellungen zu Sport. Diese Überzeugungen entscheiden möglicherweise mit darüber, ob Frauen an Bewegung festhalten oder es eher bei frustrierenden sportlichen Versuchen bleibt.

Den Ergebnissen zufolge hängen Glück und Erfolg oftmals von der Möglichkeit ab, mit anderen in Kontakt zu treten und anderen zu helfen, selbst glücklich und erfolgreich zu sein. Demzufolge sind selbst empfundenes Glück und Erfolg auch an soziale Fähigkeiten geknüpft. Wichtig war Frauen auch, sportlichen Freizeitinteressen frei und ohne Druck nachgehen zu können. 


Forscher: Bewegung muss nicht immer sehr anstrengend sein

Die Überzeugungen zum Thema Sport der Frauen, die körperlich nicht aktiv waren, stimmten nicht mit den Erwartungen an Glück und Erfolg überein. Viele der sportlich Inaktiven glaubten, echter Sport müsste intensiv und anstrengend sein. In ihrer Freizeit wollten sie aber lieber entspannen. Sport zu treiben setzte diese Frauen oftmals unter Druck.

Dagegen empfanden regelmäßig Sport treibende Frauen Bewegung eher als entspannend. Für sie stand der Spaß und damit auch die Entspannung bei körperlicher Aktivität im Vordergrund. 

Den Forschern zufolge sollte niemand zu strenge Überzeugungen und Einstellungen zum Thema Sport und Bewegung haben. Auch moderate Bewegung wirke sich gesundheitlich günstig aus und niemand müsse sportliche Hochleistungen erbringen. Viel wichtiger wäre, dass Frauen eine Möglichkeit der Bewegung für sich entdeckten, die ihnen grundsätzlich Spaß macht und zur Entspannung beiträgt. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann05.06.17Zum AnfangZurück

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