Autofahrer wiegen mehr als Fahrradfahrer

Vielen stellt sich die Frage: Heute mit dem Auto oder mit dem Fahrrad zur Arbeit? Die Erkenntnis einer neuen Studie könnte die Wahl erleichtern: Fahrradfahrer haben das gesündere Körpergewicht, denn sie sind schlanker.


Europaweite Erhebung zu Fortbewegungsmittel und Gewicht

Dass die Art des Fortbewegungsmittels einige Kilogramm Unterschied macht, ist den meisten Menschen wahrscheinlich bei der täglichen Entscheidung, wie Wege am besten zu bewältigen sind, kaum bewusst. Audrey D. Nazelle und Kollegen des Imperial College London machten eine Studie, die Teil der "Physical Activity through Sustainable Transport Approaches" (PASTA) war. Dabei handelt es sich um eine Untersuchung, wie sich verschiedene Transportmittel auf die körperliche Aktivität und die Gesundheit der Allgemeinbevölkerung auswirken.

Bewegungsmangel gilt als Schlüsselfaktor für eine schlechte Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Bewegungsmangel als primäres Gesundheitsrisiko ein. Das Risiko für Übergewicht, Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Krebs ist erhöht. Weltweit hat mindestens eine von vier Personen zu wenig Bewegung.

Die Teilnehmer der Studie hatten Angaben zu ihren täglich benutzten Verkehrsmitteln gemacht sowie zu der Zeit, die sie täglich mit dem Transportmittel unterwegs waren. Zusätzlich erhoben die Forscher Gewicht und Körpergröße der Teilnehmer und fragten sie nach ihrer Einstellung zum Laufen und Fahrradfahren.

Autofahrer bringen vier Kilo mehr auf die Waage

Studienteilnehmer, die das Auto als Hauptbewegungsmittel nutzen, wogen durchschnittlich 8,8 Pfund mehr als fahrradfahrende Teilnehmer. Die Forscher empfehlen, das Auto öfter einmal stehen zu lassen und sich lieber zu Fuß oder per Fahrrad zu bewegen, wenn dies möglich ist. Wer seine körperliche Aktivität steigert, kann mit einem signifikanten gesundheitlichen Nutzen rechnen. 

Die Studie war allerdings nicht geeignet, eine ursächlichen Zusammenhang zwischen Fortbewegungsmittel und Körpergewicht zu beweisen. Mit Fortschreiten der PASTA-Studie erhoffen sich die Wissenschaftler noch klarere Rückschlüsse. Die Forscher planen, 14.000 Studienteilnehmer aus sieben europäischen Städten zu gewinnen, um mehr Daten zu erhalten. Wer Interesse hat, dabei zu sein, kann sich an dem europäischen Projekt beteiligen: https://survey.pastaproject.eu/.

Quelle: Dr. Julia Hofmann26.08.16Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: