Alter: Bewegung gegen Hörverlust

Bewegung kommt der Figur und dem Herz zugute. Dass sich mit körperlicher Aktivität auch dem häufig mit zunehmendem Alter auftretenden Hörverlust begegnen lässt, fanden Forscher jetzt heraus. Bewegung schützt demnach das Gehör.


Hörfähigkeit nimmt im Alter ab

Wer sich wenig bewegt, hat möglicherweise eher mit einem altersbedingten Hörverlust zu rechnen als Menschen, die körperlich aktiv sind. Zumindest lässt diesen Schluss das Ergebnis einer Untersuchung an Mäusen zu. Tiere ohne ausreichende Bewegung litten eher unter einem Verlust von Strukturen, die für das Hören bedeutsam sind, wie Haarzellen und kleinste Blutgefäße, die das Hörsystem mit Blut versorgen. Bei den Tieren mündete das in einen 20-prozentgen Hörverlust, während aktive Mäuse nur fünf Prozent der Hörfähigkeit aufgrund des Alterns einbüßten. Ergebnisse der zugrunde gelegten Studie wurden im "Journal of Neuroscience" veröffentlicht.

Der altersbedingte Hörverlust tritt bei 70 Prozent der Menschen über 70 Jahren auf. Für die Funktionstüchtigkeit des Innenohrs müssen hohe Energien aufgebracht werden, so die Wissenschaftler. Das Hörorgan ist immer aktiv und Schädigungen von Strukturen wie Gefäßen und Nerven führen zu einem Hörverlust.


Aktivität schützt vor Entzündungen

In der Studie hatte eine Gruppe von Mäusen Zugang zu einem Laufrad, die andere nicht. Im Alter von sechs Monaten bewegten sich die Tiere am meisten. Dies entspricht etwa einem menschlichen Alter von 25 Jahren. Mit dem Alter ab 24 Monate, entsprechend 60 Jahre beim Menschen, bewegten sich die Mäuse weniger. 

Warum sich bewegende Mäuse ein besseres Gehör aufweisen, erklären die Forscher mit weniger entzündlichen Prozessen bei körperlich aktiven Tieren. Mit dem Alter einhergehende Entzündungen schädigen die Strukturen des Ohres und Bewegung wirkt schützend, so die Wissenschaftler. Darauf wiesen Untersuchungen von Blutwerten in einem zweiten Teil der Studie hin, die Hinweise auf Entzündungen geben. Aktive Tiere wiesen in vielen dieser Entzündungsmarker nur halb so hohe Werte auf wie Mäuse, die sich kaum bewegten.
 

Quelle: Dr. Julia Hofmann16.11.16Zum AnfangZurück

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