Sport: Vitamin C wirkt gegen Belastungsasthma

Eine einfache Behandlung mit Vitamin C kann Atemwegssymptome nach sportlicher Belastung reduzieren, ergab die Analyse der Daten mehrerer Studien. Menschen mit Belastungsasthma leiden nach Sport und körperlicher Belastung oftmals unter einer Verengung der Atemwege, sodass sie Luftnot entwickeln. Belastungsasthma kommt mit anderen Formen des Asthma bonchiale und Allergien vor.

 

 

Stress verursacht Verengung der Atemwege

 

Nach den Empfehlungen sollen Menschen mit Asthma Sport treiben, denn Sport kann bei ihnen die Lungenfunktion positiv beeinflussen. Viele Betroffene haben aber Angst, dass die körperliche Belastung Luftnot auslöst. Dieses Phänomen ist unter der Bezeichnung Belastungsasthma bekannt.

 

Der oxidative Stress bei körperlicher Belastung kann Auslöser einer Atemwegsverengung mit resultierender Atemnot sein. In neun im Fachjournal "Allergy, Asthma & Clinical Immunology" veröffentlichten Studien wiesen Forscher nun eine Wirksamkeit von Vitamin C nach. Dieses beeinflusst Stoffe, die aufgrund der Belastung gebildet werden und für die Verengung der Bronchien verantwortlich sind.

 

 

Vitamin C gegen Luftnot

 

Drei Studien wiesen eine zur Hälfte bessere Einsekundenkapazität (FEV1) nach Belastung nach, wenn die Studienteilnehmer Vitamin C eingenommen hatten. FEV1 ist die maximale Menge an Luft, die in einer Sekunde ausgeatmet werden kann und ist eine Standarduntersuchung im Rahmen des Lungenfunktionstests. Fünf Studien und eine Metaanalyse (Analyse von Daten mehrere Studien) zeigten an Patienten, die sich kurz und schwer körperlich belasteten, dass Vitamin C die Häufigkeit des Auftretens von Atemnot halbierte. Eine weitere Studie zeigte bei jugendlichen Schwimmern eine Halbierung der Zeit, in der nach dem Sport Atemnot bestand.

 

Neben FEV1, das ein Maß für die Veerengung großer Bronchien ist,  untersuchte eine weitere kleine Studie die Verengung der kleinen Atemwege. Hier ließ sich bei einigen Betroffenen ebenfalls eine Verminderung der Verengung um zum Teil über 60 Prozent gegenüber einer Scheinbehandlung nachweisen. Für körperlich Aktive ist ein Behandlungversuch mit Vitamin C denkbar, so die Forscher. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann19.12.14Zum AnfangZurück

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