Sport: Trinken nur bei Durst!

Wer Sport treibt und durstig ist, sollte sich neuen Empfehlungen zufolge auf sein Durstgefühl verlassen. Wer zu viel trinkt, riskiert möglicherweise einen Natriummangel im Blut, so Forscher der Oakland University in Rochester, Michigan.

 

 

Abnahme des Körpernatrium durch zu viel Trinken

 

Im Sport, vor allem bei Ausdauersportlern (Marathon), machen immer wieder Fälle eines lebensbedrohlichen Mangels an Natrium im Blut (Hyponatriämie) Schlagzeilen. Das kommt zwar selten vor, kann jedoch tödlich enden. Die meisten Fälle ereigneten sich in den USA. Bei der gefährlichen Elektrolytverschiebung spielt das Trinken hoher Flüssigkeitsmengen eine große Rolle.

 

Laut US-Forschern sollten sich Sportler auf ihr angeborenes Durstgefühl verlassen und trinken, wenn sie durstig sind und sich nicht exzessiv hohe Mengen an Flüssigkeit zuführen. Besonders beim Sport in den Sommermonaten, also bei großer Hitze, ist das Risiko eines Natriummangels im Blut bei übergroßen Trinkmengen erhöht.

 

Der mit Sport verbundene Blutnatriummangel wird umgangssprachlich auch "Wasservergiftung" genannt. Dabei kommt es bis zu 24 Stunden nach Beendigung des Sportes zu einer Abnahme des Natriumsgehaltes im Körper. Bevor es zu dem massiven Abfall von Natrium kommt, können nur leichte oder keine Beschwerden bestehen. Der Natriummangel muss sich also nicht ankündigen.

 

 

Trinken sollte sich nach Durstgefühl richten

 

Kommt es zu Symptomen, sind das meist Kopfschmerzen, Erbrechen, Verwirrtheit und Krampfanfälle. Diese Beschwerden sind auf eine Hirnschwellung zurückzuführen. Ohne sofortige Behandlung ist der Tod eine mögliche Folge.

 

Hauptrisikofaktor für den Natriummangel ist das Trinken exzessiver Mengen an Flüssigkeit. Nach den im "Clinical Journal of Sports Medicine" veröffentlichten Empfehlungen sollte vor, während und nach dem Sport deshalb nur getrunken werden, wenn sich Durst einstellt. Hier sollte jeder dem natürlichen Durstgefühl vertrauen. Empfehlungen beim Sport zu trinken, auch wenn man gar nicht durstig ist, haben laut Forschern keinen Bestand.

Quelle: Dr. Julia Hofmann16.07.15Zum AnfangZurück

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