Sport schützt vor Depression

Sport ist bekanntlich gut für den Körper und hilft vielen sogenannten Ziviisationserkrankungen vorzubeugen. Dass auch Seele und Psyche nachhaltig profitieren, wissen wahrscheinlich die Wenigsten.

 

Depressionen: Aussitzen oder davonlaufen? 

Bewegen sich Erwachsene nur wenig oder fast gar nicht, weisen sie mit 50 Jahren deutlich häufiger Depressionen auf als Menschen, die regelmäßig Sport getrieben haben. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die das amerikanische Ärzteblatt veröffentlichte.

 

Wissenschaftler des University College London untersuchten Daten von 17.000 Briten, die an der National Child Development Study 1958 teilgenommen hatten. Neben der regelmäßigen Erhebung von Daten zum Lebensstil hatten die Teilnehmer während vier Zeitpunkten im Alter zwischen 23 und 50 Jahren Fragebögen zu ihrem psychischen Befinden ausgefüllt. Die Forscher setzten die Daten des psychischen Befindens zu denen der körperlichen Aktivität in Beziehung. und versuchten die Frage zu beantorten, ob sportlich Aktive seltener Depressionen entwickeln.

 

Bereits einmalige Bewegungseinheit scheint zu schützen

Den Ergebnissen zufolge wiesen Personen mit hoher körperlicher Aktivität weniger depressive Symptome auf. Dies traf bereits ab einem Alter von 23 Jahren zu. Nahm bei manchen Teilnehmern die Aktivität in den folgenden Jahren zu, schlug sich das ebenfall positiv auf die Stimmung nieder. Mit jeder zusätzlichen Aktivitätseinheit ließ sich das Depressionsrisiko um sechs Prozent senken. Dreimal wöchentliche körperliche Aktivität senkte das Risiko gar um 16 Prozent.

 

Diese Wirkung zeigte sich bei allen Personen, unabhängig davon, ob sie zu einem erhöhten Depressionsrisiko neigten. Ob tatsächlich ein ursächlicher Zusammenhang besteht, bleibt allerdings unklar. Denkbar wäre auch, dass Depressionen Betroffene einfach davon abhalten, Sport zu treiben. Nach einer Verbesserung der Symptomatik sind sie vielleicht eher geneigt, körperlich aktiv zu werden.

 

Die Forscher meinen aber, dass sich eine großer Teil der Bevölkerung zu wenig bewegt und sie ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden mit Sport steigern können.

Quelle: Dr. Julia Hofmann31.10.14Zum AnfangZurück

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