Sport auch bei schlechter Luft?

Häufig erhalten Sportler den Rat, sich bei schlechter Luft nicht zu belasten. Dänische Forscher fanden nun heraus, dass der Nutzen der körperlichen Aktivität den möglichen Schaden durch schlechte Luftqualität überwiegen kann. Wichtig ist natürlich, dem Sport nicht unbedingt an einer verkehrsreichen Straße nachzugehen und bewusst Grünanlagen aufzusuchen.

 

 

Sport in der Stadt: Grünanlagen aufsuchen!

 

Obwohl sich schlechte Luftqualität in Städten aufgrund von Luftverschmutzung negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken kann, sollte belastete Luft nicht zur Sportverdrossenheit führen, so Professor Andersen von der Universität in Kopenhagen.

Seine Untersuchung zeigt, dass Sport auch in Gegenden mit höherer Luftbelastung gefördert werden sollte. Natürlich sollte man aber seinem Sport lieber in grünen Gegenden, in Parks und in Wäldern nachgehen und nicht unbedingt an verkehrsreichen Straßen.

 

Den Ergebnissen zugrunde liegt eine sehr große bevölkerungsbasierte Untersuchung von mehr als 52.000 Menschen aus den Städten Aarhus und Kopenhagen. Diese hatten 1993 bis 1997 von ihren körperlichen Aktivitäten und im Freien verbrachter Zeit berichtet.

 

 

Keine Aussage für hochbelastete Städte

 

Die Wissenschaftler registrierten die Todesfälle und fanden heraus, dass Menschen, die körperlich aktiv waren, ein geringeres Todesrisiko aufwiesen als jene, die keinen Sport betrieben, auch wenn sie in Gebieten mit der stärksten Luftbelastung lebten. Solche Gebiete sind zum Beispiel die Stadtzentren oder Nachbarschaft einer Autobahn oder stark befahrenen Straßen.

  

Die Forscher schränken ihre Ergebnisse insofern ein, dass ihre Ergebnisse auch für Städte mit ähnlichen Belastungen wie in den dänischen Städten gelten könnten. Für Gebiete mit größerer Luftverschmutzung jedoch lässt sich keine Aussage treffen.

 

Luftverschmutzung steht mit verschiedenen Erkrankungen der Atmungsorgane und des Herzkreislaufsystems in Zusammenhang, zeigten Studien wiederholt. Deshalb sollten sich Menschen mit bestimmten vorliegenden Erkrankungen bei schlechter Luft lieber nicht belasten.

 

Quelle: Dr. Julia Hofmann17.04.15Zum AnfangZurück

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