Spinat macht doch stark!

Schon manche Omas machten Glauben, Spinat mache groß und stark und auch Popeye wusste um diese Wirkung. Offensichtlich verändert nitrathaltiges grünes Gemüse wie Spinat tatsächlich die Muskeln und macht sie leistungsfähiger. Mit einem Effekt ist aber erst nach mehreren Wochen zu rechnen. 


Intervalltraining mit mehr Nitrat

Nitrat kommt in größeren Mengen in Nahrungsmitteln wie grünem Gemüse vor und ist für körperliche Funktionen besonders während des Trainings wichtig. Darauf weisen belgische Wissenschaftler der Universität Löwen hin. Sie starteten mit 27 moderat trainierten Probanden eine Studie. Die Studienteilnehmer erhielten vor einem Sprint-Intervalltraining dreimal pro Woche Nitrat. Die Trainingsbedingungen wurden variiert. Die Workouts fanden unter normalen Sauerstoffbedingungen statt oder unter einem Mangel an Sauerstoff.

Den Ergebnissen zufolge veränderte sich nach nur fünf Wochen die Muskelfaserzusammensetzung unter einem Training mit Sauerstoffmangel, wenn Teilnehmer Nitrat erhalten hatten. Dies sei für Sportler, die an Wettkämpfen teilnehmen und dafür viel Energie benötigen, interessant, so die Wissenschaftler. Dies gelte besonders, wenn ein Sport unter schlechten Sauerstoffbedingungen wie beim Intervallraining durchgeführt wird, bei dem Sportler schnelle Muskelfasern benötigen, um der extremen Belastung standzuhalten.


Forscher: Weitere Studien zur Leistungsfähgkeit erwünscht

Ob die Leistungsfähigkeit der Studienteilnehmer aber durch die veränderten Muskelfasern tatsächlich gestiegen ist, konnte die Studie nicht belegen. Dazu wären weitere Untersuchungen nötig, so die Forscher. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift "Fontiers of Physiology". 

Intervalltraining ist ein kurzes hochintensives Körpertraining, bei dem sich Belastungs- und Erholungsphasen abwechseln. Der Trainingseffekt ist bei geringer Zeitinvestition hoch und wird deshalb immer beliebter. Typisch ist, dass sich durch die ständig wechselnden Anforderungen rasch Sauerstoffnot entwickelt. Unter diesen Stressbedingungen finden Anpassungsprozesse statt, die den Trainingseffekt erklären.

Quelle: Dr. Julia Hofmann17.10.16Zum AnfangZurück

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