Spielzeug als Krankheitsüberträger

Spielzeug aus Plastik ist praktisch, kann es doch leicht gereinigt werden. Tatsächlich geschieht das aber selten und auf dem Kunststoff können krankheitsverursachende Viren lange überleben. Eine Gefahrenquelle für Kinder ist vor allem gemeinsam geteiltes Spielzeug, etwa in Arztpraxen.


Infektionsrisiko durch Keime an Oberflächen

Viren überleben mitunter stundenlang und sogar länger auf Plastikspielzeug, zeigt eine US-Studie der Georgia State University. Damit werde das Spielzeug zur einer potenziellen Infektionsquelle, warnen sie. Dabei zu denken ist besonders an Spielzeug in Kinderbetreuungsstätten und Arztpraxen.

Besonders Kinder stecken sich Gegenstände auch gerne in den Mund und können sich leicht mit Krankheitserregern infizieren. Ein direkter Kontakt zu kranken Menschen ist also nicht immer nötig. 

In einer Studie zeigten die Wissenschaftler anhand eines Plastikspielfrosches, wie lange Viren auf dem Material überleben können. Ganz entscheidend für die Überlebensdauer ist offenbar die Luftfeuchtigkeit. Während bei 40 Prozent Luftfeuchtigkeit nach zehn Stunden nur eine minimale Menge von Keimen nachweisbar war, nahm diese mit zunehmender Luftfeuchte zu. 


Spielzeig und Oberflächen von Keimen befreien

Die Wissenschaftler empfehlen gemeinsam genutztes Spielzeug zu dekontaminieren. Dies betrifft allerdings auch andere Oberflächen wie Türgriffe, Fahrstuhlknöpfe oder Treppengeländer. In Arztpraxen sollte auf Spielzeug vielleicht besser verzichtet werden, so die Forscher.

Quelle: Dr. Julia Hofmann21.07.16Zum AnfangZurück

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