Speicheltest weist Alkoholvergiftung nach

Ob es sich um eine reine Alkoholvergiftung handelt oder möglicherweise noch andere Drogen im Spiel sind, könnte in Zukunft ein Speicheltest klären. Eine Blutuntersuchung wäre möglicherweise überflüssig.

 

Test soll klären, welche Vergiftung vorliegt

 

Britische und spanische Wissenschaftler entwickeln einen Speicheltest, mit dessen Hilfe sich Vergiftungen mit Methanol, Ethanol, Ethylenglykol und Gammabutyrolacton (GBH) schnell und sicher unterscheiden lassen sollen. Dies könnte Diagnose und Therapie bei Vergiftungen erheblich vereinfachen.

 

Alkoholvergiftungen vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen haben nicht nur hierzulande in der Vergangenheit zugenommen. Auch in den USA kommt es immer häufiger zu Notfallbehandlungen. Oft jedoch bestehen Zweifel, ob die Vergiftung allein auf exzessiven Alkoholkonsum zurückzuführen ist oder ob andere Substanzen und Wirkstoffe zu der Symptomatik beitragen. Dabei handelt es sich oftmals um Stoffe, die Betroffene unbewusst zu sich genommen haben, wie z. B. andere Typen des Alkohols wie Ethanol, also Methanol oder Ethylenglykol, die in Getränke gemischt sein können. Diese können fatale Wirkungen entfalten.

 

Auch K.O.-Tropfen (GBH) bleiben aufgrund der Farb-, Geruch- und Geschmacklosigkeit unbemerkt. Bislang sind aufwändigere Blutuntersuchungen nötig, um solche Vergiftungen nachzuweisen, und rasche zielgerichtete Behandlungen sind deshalb nur eingeschränkt möglich.

Quelle: Dr. Julia Hofmann15.01.16Zum AnfangZurück

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