Soja kann Osteoporose vorbeugen

Inhaltsstoffe der Sojabohne könnten Frauen nach den Wechseljahren vor einem Verlust von Knochenmasse und Osteoporose bewahren, so die vorläufigen Befunde einer britischen Studie.

 

 

Chemische Ähnlichkeit: Isoflavone in Soja und Östrogen

 

Knochenschwund (Osteoporose) ist eine Knochenerkrankung, bei der Dichte und Festigkeit der Knochen reduziert sind. Das Knochenbruchrisiko ist erhöht. Betroffene bemerken Symptome erst, wenn ein Knochen bereits gebrochen ist.

 

Nach Schätzungen gehen jährlich weltweit neun Millionen Frakturen auf das Konto der Osteoporose. Besonders betroffen sind Frauen, deren Knochenverlust auf der verminderten Produktion von Östrogen besonders nach den Wechseljahren zurückzuführen ist. Das Geschlechtshormon Östrogen bewahrt Frauen also vor Knochenschwund.

 

Sojabohnen enthalten Isoflavone, deren chemische Struktur der des Östrogens ähnelt. Wissenschaftler vermuteten deshalb, dass sie an den Knochen eine hormonähnliche Wirkung entfalten könnten.

 

Eine vorläufige Studie von Wissenschaftlern der University of Hall in Großbritannien an 200 Frauen in der frühen Menopause zeigt nun, dass Frauen von einer täglichen Zufuhr von Soja und Isoflavonen profitieren. Die Menopause bezeichnet den Zeitpunkt der letzten Monatsblutung bei Frauen. In der Untersuchung wurde die tägliche Zufuhr von 30 Gramm Soja mit 66 Milligramm enthaltenen Isoflavonen mit der Zufuhr einer gleichen Menge Soja ohne Isoflavone verglichen.

 

 

Isoflavone kommen Knochen zugute

 

Blutproben nach einem halben Jahr dieser zusätzlichen Ernährung ergaben, dass Frauen mit dem täglichen Zusatz von Soja und Isoflavonen  im Vergleich zu Frauen mit reiner Sojazusatzernährung Blutwerte aufwiesen, die auf einen verminderten Knochenabbau hindeuten. Auch Blutwerte, die auf ein erhöhtes Herzkreislaufrisiko hinweisen, waren besser als in der Vergleichsgruppe.

 

Die Forscher empfehlen Frauen in der frühen Menopause eine Ernährung, die reich an Sojabohnen ist. Die in der Studie verwendeten 66 Milligramm Isoflavone entsprechen einer sojahaltigen Ernährung wie die einer orientalischen Diät. Die westliche Diät enthält dagegen nur zwei bis 16 Milligramm Isoflavone.

 

Die zusätzliche Verabreichung von Isoflavonen könnte die Häufigkeit der Diagnose "Osteoporose" bei Frauen signifikant senken, so die Forscher anlässlich der Jahreskonferenz der Society of Endocrinology in Edinburgh.

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.11.15Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: