Senioren: Von Jahr zu Jahr glücklicher

Je älter wir werden, desto zufriedener und glücklicher? Das zumindest ist das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung. Frühere Untersuchungen kamen oftmals zu gegenteiligen Befunden. Die Studie zeigt: Auch wenn Körper und Geist nachlassen, bedeutet das nicht gleichzeitig sich schlecht zu fühlen. 


Ältere: mentale Gesundheit ist besser als bei Jungen

Die psychische, mentale Gesundheit verbessert sich mit zunehmendem Alter, ergab eine Studie im "Journal of Clinical Psychiatry". Das mit den Jahren wahrgenommene psychische Wohlbefinden älterer Menschen verbessert sich demnach stetig im Lauf der Zeit. Demnach berichteten Senioren, sie würden sich mit sich selbst und ihrem Leben von Jahr zu Jahr und Jahrzehnt von Jahrzehnt besser fühlen.

In den Zwanzigern oder Dreißigern würden die meisten Menschen mehr Stress und Symptome von Angst und Depression erleben, so die Forscher aus San Diego. Jüngere wiesen deshalb oftmals ein schlechteres Wohlbefinden auf. In der Studie ließ sich offenbar nicht feststellen, dass mit einer Abnahme der körperlichen und kognitiven Funktion auch die mentale Gesundheit leidet.

Die Wissenschaftler hatten die Daten von mehr als 1.500 Menschen im Alter zwischen 21 und 100 Jahren aus San Diego untersucht. Von Interesse waren körperliche Gesundheit, geistige Fähigkeiten und andere Messungen der mentalen Gesundheit. 


Senioren: Besserer Umgang mit Emotionen

Im Vergleich zu den jüngsten Studienteilnehmern erreichte die älteste Gruppe von Teilnehmern signifikant bessere Ergebnisse beim Test der mentalen Gesundheit. Erwartungsgemäß waren Werte zur körperlichen und kognitiven Funktion gegenüber Jüngeren reduziert.

Frühere Studien hatten schon vermuten lassen, dass ältere Menschen besser mit schwierigen Lebenssituationen umgehen können. Möglicherweise werden viele Dinge im Alter einfach anders bewertet. Senioren sind möglicherweise weiser, können mit Emotionen besser umgehen und besser komplexe soziale Entscheidungen treffen. Die Faktoren zu verstehen, die zu einem besseren psychischen Wohlbefinden im Alter führen, wäre wichtig, so die Wissenschaftler.

Quelle: Dr. Julia Hofmann06.09.16Zum AnfangZurück

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