Senioren: Jede Bewegung zählt

Die Mobilität älterer Menschen ist oftmals eingeschränkt. Dennoch ist körperliche Aktivität, die noch ausgeführt werden kann, besonders für die Herzgesundheit sehr wichtig. Laut Forschern aus Florida ist jede Minute Bewegung nützlich.

 

 

Ältere können Empfehlungen oftmals nicht folgen

 

Körperliche Bewegung von geringer Intensität kommt den Herzen von Senioren zugute, deren Beweglichkeit eingeschränkt ist. Nach Sportempfehlungen der USA sollen sich ältere Menschen ab 64 Jahren 150 Minuten pro Woche bewegen und das in moderater Intensität. Alternativ sind, sofern körperlich überhaupt möglich, 75 Minuten pro Woche anstrengender Sport angeraten.

 

Für viele ältere Menschen ist dieses Maß an Aktivität aber nicht möglich. Deshalb prüften Forscher, ob Senioren auch weniger und leichtere Bewegung zugutekommen könnte. Dafür untersuchten sie 1.170 Senioren zwischen 74 und 84 Jahren, deren Bewegungsfähigkeit eingeschränkt war. Es war ihnen jedoch möglich, 400 Meter zu gehen.

 

 

Reduktion der Sitzzeit am Tag kommt dem Herz zugute

 

Mittels eines Accelerometers, einem Bewegungssensor, lassen sich alle ausgeführten Bewegungen registrieren. 99 Zählungen pro Minute des Bewegungssensors waren dabei einem sitzenden Verhalten zugeordnet, 100 bis 499 Zählungen langsamen Gehens oder leichter Hausarbeit und 500 oder mehr Zählungen moderatem Gehen oder einer vergleichbaren Aktivität. Zugleich kalkulierten die Forscher das 10-Jahres-Risiko der Teilnehmer für einen Herzinfarkt in Bezug auf verschiedene Faktoren wie Alter, Blutdruck und Cholesterinwerte.

 

Die Befunde zeigen, dass das Risiko für einen Herzinfarkt pro 25 bis 30 Minuten sitzender Tätigkeit am Tag um ein Prozent steigt.  Bei Teilnehmern, deren Bewegungssensoren 100 bis 499 Zählungen pro Minute aufwiesen, zeigten sich verbesserte Cholesterinwerte. Diese Blutfettwerte können eine Risikofaktor für Herzkreislauferkrankungen darstellen.

 

Durchschnittlich erreichten die Senioren 500 Zählungen des Gerätes pro Minute und dies für weniger als eine Stunde pro Tag. Die Forscher empfehlen Älteren, die keinen anstrengenderen Sport mehr betreiben können, vor allem die Zeit der sitzenden Tätigkeit zu reduzieren und möglichst häufig am Tag Bewegungseinheiten einzuplanen. Die kann auch nur leichte Bewegung wie das Gehen in der Wohnung, leichte Hausarbeit oder auch leichte Gymnastik sein. Je öfter kleine Bewegungseinheiten integriert werden, desto besser.

Quelle: Dr. Julia Hofmann02.03.15Zum AnfangZurück

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