Selbsttests zuhause haben Tücken

Selbsttests aus der Apotheke lassen sich bequem zuhause durchführen. Die Überprüfung von Blut- und Urinwerten oder des Blutdrucks kann wichtige Informationen liefern, ist aber auch mit Fehlern behaftet, wenn zum  Beispiel die Messungen nicht richtig durchgeführt werden. Den Arztbesuch und die ärztliche Diagnose ersetzen sie nicht.

 

 

Richtige Materialgewinnung

 

Für die Untersuchung vieler Erkrankungen sind mittlerweile Schnelltests verfügbar, doch nicht jeder Test ist geeignet, wenn die ärztliche Beratung fehlt. Darauf weist Gabriele Overwiening der Bundesapothekerkammer hin. Viele Ergebnisse sind von Laien schwer zu interpretieren und erfordern ärztlichen Rat.

 

Zudem ist die richtige Materialgewinnung vor der Untersuchung wichtig. Bei Blutuntersuchungen gewinnt man das Blut am besten aus der seitlichen Fingerbeere. Druck auf das Gewebe sollte man dabei nicht ausüben, weil sich dann Gewebeflüssigkeit mit dem Blut vermischt, sodass das Blut verdünnt ist. Bei der Gewinnung von Urin ist darauf zu achten, Mittelstrahlurin zu gewinnen. Dabei wird der erste Urin des Urinstrahls verworfen und nur der mittlere Anteil des Urins in einem Gefäß aufgefangen. Verunreinigungen vor allem mit Bakterien lassen sich so reduzieren.

 

Selbst erhobene Messwerte können aber auch wichtige Hinweise auf Krankheitsrisiken liefern und dienen manchmal der Verlaufskontrolle bei bereits bestehenden Krankheiten. Bei welchen Testergebnissen eine ärztliche Beratung notwendig wird, darüber informieren auch die Apotheker.

Quelle: Dr. Julia Hofmann30.12.14Zum AnfangZurück

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