Schwangerschaft verändert Hormone bei Papa's in spe

Die Schwangerschaft bringt bei Frauen bekanntlich Hormonveränderungen mit sich. Männer sind davon nicht betroffen, sollte man meinen. Eine Studie zeigt jedoch, dass auch Männer hormonelle Veränderungen aufweisen, wenn sich Nachwuchs ankündigt.

 

 

Veränderungen  von weiblichen und männlichen Geschlechtshormonen

 

Die Hormonveränderungen von Paaren, die erstmals ein Kind erwarten, waren Gegenstand einer Studie, die im "Journal of Biology" veröffentlicht wurde. Demnach zeigen schwangere Frauen vor der Geburt einen starken Anstieg des männlichen Sexualhormons Testosteron, des Stresshormons Kortisol sowie der weiblichen Sexualhormone Östradiol und Progesteron im Speichel. Väter in spe wiesen vor der Geburt einen Abfall von Testosteron und Östradiol auf. Kortisol- oder Progesteronveränderungen ließen sich nicht nachweisen.

 

Wichtig zu wissen ist, dass alle Männer und Frauen weibliche und männliche Geschlechtshormone produzieren, jedoch in unterschiedlichen Mengen.

 

 

Ursache der männlichen Hormonveränderungen unklar

 

Während bei den Untersuchungsergebnissen der Hormonlevel schwangerer Frauen nicht überraschte, lassen die Werte der werdenden Väter vermuten, dass die bevorstehende Vaterschaft zu den Hormonveränderungen führen könnte. Bisherige Untersuchungen hatten nur Hormonveränderungen von Männern belegt, nachdem diese Vater geworden waren. Dass dies aber bereits vor der Geburt geschieht, könnte Ausdruck seelischer Veränderungen sein, die Männer in der Vorbereitungsphase auf ihre neue Rolle erleben. Möglich wären auch Zusammenhänge mit Veränderungen innerhalb der Liebesbeziehung zu ihrer Partnerin oder einfach die körperlichen Veränderungen, die Männer an ihren Frauen in der Schwangerschaft wahrnehmen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann05.01.15Zum AnfangZurück

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