Schwangerschaft: Schokolade für das Kind

Wer in der Schwangerschaft besondere Lust auf Schokolade hat, sollte dieser vielleicht nachgeben. Denn ein wenig davon täglich kommt der Entwicklung des ungeborenen Kindes zugute, fanden Forscher heraus.

 

 

Dunkle Schokolade enthält mehr Flavonoide

 

Ein moderater Schololadenkonsum in der Schwangerschaft fördert die Entwicklung des ungeborenen Kindes, so das Ergebnis einer Studie, die anlässlich eines Treffens der Society for Maternal-Fetal Medicine in Atlanta vorgestellt wurde. Mütter in spe werden allgemein vor dem übermäßigen Genuss von Zucker, Fett und Koffein gewarnt. Auf Schokolade müssen sie aber nicht verzichten, wenn sie täglich nicht zu große Mengen davon essen. In der vorgestellten Untersuchung hatten sich 30 Gramm Schokolade als entwicklungsfördernd für den Fetus erwiesen.

 

Schokolade hat verschiedene positive gesundheitliche Auswirkungen. Die darin enthaltenen Favonoide stehen mit einer Senkung des Herzkreislaufrisikos in Verbindung und senken die Cholesterinwerte. Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, denen auch eine krebsvorbeugende Wirkung nachgesagt wird. Je dunkler die Schokolade, desto mehr Flavonoide sind enthalten.

 

 

Schokolade verbessert fetale Durchblutung

 

Studien ließen auch vermuten, dass Schokolade in der Schwangerschaft das Risiko der Präeklampsie verringern kann. Bei diesem Krankheitsbild ist der Blutzufluss zum Fetus aufgrund eines hohen Blutdrucks der Mutter reduziert. Studien dazu kamen allerdings zu widersprüchlichen Ergebnissen, so Wissenschaftler aus Quèbec in Kanada. 

 

Sie untersuchten die Blutversorgung der Gebärmutter und des Fetus bei 129 schwangeren Frauen, die sich in der elften bis 14. Schwangerschaftswoche befanden, mit einer Dopplersonografie. Eine Gruppe der Frauen sollte täglich zwölf Wochen lang 30 Gramm Schokolade mit niedrigem, eine andere Gruppe mit hohem Flavonoidgehalt essen. 

 

Die Dopplerultraschalluntersuchungen zeigten, dass sich die Blutversorgung des Fetus in beiden Gruppen der Studienteilnehmerinnen verbesserten, was dem fetalen Wachstum und der Kindesentwicklung zugutekommt. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann15.02.16Zum AnfangZurück

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