Schwanger? Übelkeit erhält Schwangerschaft

Schwangerschaftsübelkeit und -erbrechen können werdende Mütter stark beeinträchtigen. Das Positive: Möglicherweise helfen die unangenehmen Begleiterscheinungen beim Erhalt der Schwangerschaft.


Was verursacht Schwangerschaftsübelkeit?

Morgenübelkeit, die insbesondere häufig in den ersten Wochen der Schwangerschaft auftritt, könnte eine schützende Wirkung auf das ungeborene Kind haben. Damit könnten die Symptome ein Hinweis auf eine gesunde Schwangerschaft darstellen. Diesen Schluss lässt eine Studie im Journal "JAMA Internal Medicine" zu. 

Die Übelkeit in der Schwangerschaft tritt meist vor allem am Morgen auf und bessert sich über den Tag. Sie kann aber auch während des Tages auftreten. Vielen Frauen ist lediglich übel, bei etwa der Hälfte sind die Beschwerden mit Erbrechen verbunden. In manchen Fällen ist aufgrund der Schwere der Symptomatik sogar eine Krankenhausbehandlung notwendig.

Über die Ursachen von Schwangerschaftsübelkeit wird schon lange spekuliert. Die hormonellen Veränderungen in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft spielen teilweise eine Rolle. Nahrungsmittel könnten ebenfalls bedeutsam sein.


Übelkeit und Erbrechen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer gesunden Schwangerschaft

Dass Schwangerschaftsübelkeit nicht nur Bestandteil einer normalen und gesunden Schwangerschaft sind, sondern sogar ein Hinweis auf diese sind, ist das Ergebnis einer Untersuchung der Schwangerschaften von annähernd 800 Frauen. 188 Schwangerschaften endeten im einem Verlust des Ungeborenen. In der 8. Schwangerschaftswoche wiesen nach eigenen Angaben 57 Prozent der Frauen eine Schwangerschaftsübelkeit auf. Fast 27 Prozent litten zusätzlich unter Erbrechen.

Es zeigte sich, dass Frauen eine um 50 bis 75 Prozent reduzierte Wahrscheinlichkeit für den Verlust des Kindes aufweisen, wenn sie unter einer Schwangerschaftsübelkeit mit oder ohne Erbrechen litten. Die Forscher vermuten deshalb, dass Schwangerschaftsübelkeit einen schützenden Effekt besitzt. Die untersuchte Gruppe von Frauen hatte in ihrer Vorgeschichte bereits eine Schwangerschaft mit dem Verlust des ungeborenen Kindes erfahren. Damit handelt es sich um eine Subgruppe schwangerer Frauen, deren Ergebnisse sich nicht mit Sicherheit auf andere Frauen übertragen lassen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann03.10.16Zum AnfangZurück

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