Schwanger? Kartoffeln als Diabetesrisiko

Frauen, die gerne und häufig Kartoffeln essen, entwickeln in der Schwangerschaft häufiger Schwangerschaftsdiabetes als jene, bei denen  Kartoffeln seltener auf dem Speiseplan stehen, so das Ergebnis einer Studie der National Institutes of Health. Die in Kartoffeln enthaltene Stärke soll dafür verantwortlich sein.

 

 

Schwangerschaftsdiabetes als häufige Schwangerschaftskomplikation

 

Eine Diabeteserkrankung, die erstmalig während der Schwangerschaft in Erscheinung tritt, könnte mit dem Konsum von Kartoffeln zusammenhängen, so das Ergebnis einer im "British Medical Journal" veröffentlichten Studie. Forscher empfehlen, Kartoffelmahlzeiten häufiger durch anderes Gemüse, Hülsenfrüchte oder Vollkorn zu ersetzen.

 

Der Schwangerschaftsdiabetes ist eine häufig vorkommende Schwangerschaftskomplikation. Es handelt sich um eine Stoffwechselstörung, bei der die Mutter in spe hohe Blutzuckerwerte entwickelt, was zu Gesundheitsproblemen bei Mutter und Kind führen kann. Untersuchungen zeigen, dass besonders Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben und das Risiko für Schwangerschaftsdiabetes erhöhen. Studien zur Wirkung von Kartoffeln allerdings gab es bislang nicht.

 

 

Forscher: Kartoffeln häufiger ersetzen!

 

In der aktuellen Studie hatten Wissenschaftler die Daten aus zehn Jahren von 15 Krankenschwestern genutzt, die an der "Nurses Health Study II" teilgenommen hatten. Alle Frauen waren vor einer Schwangerschaft gesund und machten alle vier Jahre Angaben zu ihrer Ernährung und dem Kartoffelkonsum. Dazu zählten neben gekochten auch gebratene, frittierte und pürierte Kartoffeln sowie Kartoffelchips.

 

Frauen, die wöchentlich zwei- bis fünfmal rund 100 mg Kartoffeln zu sich genommen hatten, wiesen ein um 27 Prozent erhöhtes Risiko für Schwangerschaftsdiabetes auf. Bei mehr als fünf Portionen pro Woche stieg das Risiko gar um 50 Prozent. Andere Lebensmittel könnten Kartoffeln ersetzen und das Risiko senken, so die Forscher. Gemüse beispielsweise senke das Risiko um geschätzte neun Prozent, Hülsenfrüchte um zehn Prozent und Vollkorn um 12 Prozent.

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.01.16Zum AnfangZurück

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