Schwaches Herz - Risikofaktor für Alzheimerdemenz?

Ein gesundes Herz könnte vor der Demenzerkrankung Morbus Alzheimer schützen, so Forscher aus Nashville, Texas. Menschen mit beeinträchtigter Herzfunktion entwickeln dreimal häufiger einen Erinnerungsverlust wie er bei der Alzheimerkrankheit vorkommt.

 

 

Alzheimer: Auf der Suche nach Risikofaktoren

 

Morbus Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz und macht sich meist bei über 60-Jährigen mit Störungen der Erinnerung, des Denkens und der Sprache bemerkbar. Die Veränderung sind anfangs meist gering, nehmen dann aber zu, sodass Betroffene nicht mehr für sich allein sorgen können. Eine Heilung der Erkrankung ist bislang nicht möglich.

 

Wissenschaftler vermuten, dass mehr als eine Ursache für die Demenz verantwortlich ist. Alter ist ein wichtiger Risikofaktor, auch die Vererbung kann eine Rolle spielen. Es gibt auch Hinweise darauf, dass Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall sowie Risikofaktoren, die zu diesen Erkrankungen führen, wie Bluthochdrück und hoher Cholesterinwert, bedeutsam sind.

 

 

Geringe Herzleistung, höheres Alzheimerrisiko

 

Die aktuellen in "Circulation" veröffentlichten Studienergebnisse erhärten diesen Verdacht. Die Forscher nutzten Daten der Framingham Heart Study, die bereits 1948 begann und der Untersuchung von Risikofaktoren für Herzerkrankungen diente.

 

Die Daten zeigten einen Zusammenhang zwischen einer verminderten Herzleistung, die anhand des Herzindex bestimmt wird und der Entwicklung einer Alzheimerdemenz. Teilnehmer mit einer schlechten Herzfunktion hatten ein zweifach erhöhtes Risiko für die Entwicklung der Demenz. Eine verminderte Herzleistung bedeutet aber nicht, dass die Betroffenen bereits eine diagnostizierte Herzerkrankung hatten.

 

Die Forscher vermuten, dass eine gering verminderte Durchblutung des Gehirns aufgrund einer verminderten Herzleistung bereits Auswirkungen haben könnte. Die Herzgesundheit könnte demnach ein weiterer Risikofaktor für die Entstehung der Alzheimerdemenz sein. 

 

 

Quelle: Dr. Julia Hofmann16.03.15Zum AnfangZurück

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