"Schwache Blase" nach Geburt häufig

Für viele Frauen ist die Harninkontinenz ein Tabuthema. Doch leiden viele Frauen nach einer natürlichen Geburt unter dem dauerhaften unfreiwilligen Abgang von Urin. Aber auch Kaiserschnitte können vor einer Inkontinenz nicht vollständig bewahren.

 

 

Probleme mit der Harnkontinenz bleiben oftmals bestehen

 

Probleme mit der Harnkontinenz bestehen bei Frauen oftmals nicht nur für kurze Zeit nach der Geburt eines Kindes, sondern dauerhaft, zeigt eine Studie im "International Journal of Obstetrics and Gynaecology".

 

Von fast 8.000 kurze Zeit nach der Geburt befragten Frauen litt gut die Hälfte nach zwölf Jahren unter einer Harninkontinenz. 38 Prozent hatten eine dauerhafte Inkontinenz. Dabei stieg das Risiko einer Inkontinenz mit der Anzahl der Geburten. Insgesamt litten über 70 Prozent der Frauen, die bereits kurz nach der Geburt Probleme mit dem Halten des Urins hatten, auch nach zwölf Jahren noch unter den Beschwerden.

 

 

Kaiserschnitt bietet keinen sicheren Schutz

 

Frauen, die einen Kaiserschnitt erhalten hatten, waren zwar seltener betroffen, jedoch schützte er nur vor einer Form der Inkontinenz. Ein Kaiserschnitt konnte nicht vor einer Dranginkontinenz bewahren. Auch ist das Risiko wiederholter Kaiserschnitte nicht zu unterschätzen. Neben der Geburt an sich sind höheres Alter der Frau bei der Geburt, Übergewicht und mehrere Geburten Risikofaktoren für eine Harninkontinenz.

Quelle: Dr. Julia Hofmann07.05.15Zum AnfangZurück

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