Schönheits-OP für perfekte Selfies

In jeder erdenklichen Lage knipsen vor allem junge Leute per Handy ein Foto von sich und präsentieren sich so auf Facebook und Co. Manch einer macht fast stündlich ein Bild, weil er sich und seine Aktivität möglichst lückenlos dokumentieren möchte. Um auf den Selfies auch möglichst gut auszusehen, erwägt manch einer sogar eine Schönheitsoperation. Das berichten plastische Chirurgen in den USA. Doch nicht bei jedem Arzt stoßen solche Veränderungswünsche auf Verständnis.

 

 

Grenzenlos schöne Selfies

 

Meist jüngere Menschen stellen in sozialen Medien regelmäßig Fotos von sich selbst ins Netz (Selfies). Viele möchten dabei ein möglichst gutes Bild von sich hinterlassen und stecken viel Arbeit und Mühe in die Optimierung von Körper und Gesicht, aber auch der Umgebung, in der sie sich abgelichtet sehen möchten.

 

Der Wunsch nach Optimierung kennt zumindest in den USA manchmal kaum eine Grenze. Offenbar führt der Selfie-Wahn zu einem Boom in der Nachfrage nach Schönheitsoperationen, ergab eine Befragung plastischer Chirurgen. Wie die American Academy of Facial Plastic and Reconstructive Surgery mitteilt, geben fast ein Drittel der plastischen Chiurgen an, dass immer mehr Menschen operative Veränderungen aufgrund sozialer Medien wünschen.

 

 

Nicht jeder Chirurg ist willig

 

Zunahmen sind vor allem bei Nasenkorrekturen zu verzeichnen. Aber auch Augenlidkorrekturen und Haartransplantationen stehen hoch im Kurs. Offenbar sorgen sich viele junge Menschen, im Netz müde und schläfrig oder gar alt zu wirken. Auch das Lifting der Hände ist für manche Frau bedeutsam, denn schließlich soll der im Foto verewigte Ehering perfekt zur Geltung kommen.

 

Die meisten Selfie-Liebhaber mit OP-Wünschen sind passend zur Nutzergruppe sozialer Medien unter 30 Jahre alt. Doch mag nicht jeder Chirurg dem Wunsch der jungen Personen gleich nachkommen, besonders wenn die jugendliche Ausstrahlung noch gar nicht gelitten hat, wie das bei unter 30-Jährigen zu erwarten ist. Vielmehr arbeiten sollten Betroffene dann möglicherweise an Perspektive und Kamerawinkel sowie an der Körperhaltung.

Quelle: Dr. Julia Hofmann15.12.14Zum AnfangZurück

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