Schönheit liegt im Auge des Betrachters

Schönheit liegt im Auge des Betrachters, heißt es. Was uns ästhetisch anspricht, ist tatsächlich individuell und von den eigenen Erfahrungen abhängig, fanden Forscher heraus. Das erklärt, warum selbst Personen wie eineiige Zwillinge, die sich nicht näher stehen könnten, uneinig sind, wer schön ist und wer nicht.

 

 

Zwillinge beurteilen Schönheit von Gesichtern

 

Die Meinungen zu Schönheit gehen weit auseinander. Wer ist attraktiv, wer weniger - darüber scheiden sich schon immer die Geister. Sogar einige Zwillinge sind nicht einig in ihrer Beurteilung. Denn offenbar spielen die eigenen ganz persönlichen Erfahrungen bei der Bewertung von Schönheit eine entscheidende Rolle.

 

Aber zu welchem Grad liegt Schönheit nun im Auge des Betrachters, wollten Wissenschaftler aus Massachusetts wissen. In ihrer Studie gingen sie davon, dass bestimmte Eigenschaften eines Gesichts als allgemein attraktiv gelten. Das sind zum Beispiel die Symmetrie des Gesichtes und auch eine gewisse Art der Durchschnittlichkeit, zeigen Untersuchungen zum Thema.

 

In einem Online-Test beurteilten 35.000 Personen die Attraktivität von 50 verschiedenen Gesichtern. 547 eineiige und 214 zweieiige Zwillinge nahmen Beurteilungen von 200 Gesichtern vor. Die Übereinstimmung in der Beurteilung der Gesichter war bei eineiigen Zwillingen nicht höher als bei zweieiigen Zwillingen. Neben den Genen müssen deshalb also auch andere Faktoren wie Umwelt und persönliche Faktoren eine Rolle spielen, folgern die Forscher im Journal "Current Biology".

 

 

Beurteilung von Schönheit stimmt nur zur Hälfte überein

 

Etwa die Hälfte der individuell angegebenen Präferenzen von Gesichtern stimmte bei den Zwillingen überein. Die andere Hälfte gilt als individuell verschieden und hängt von den ganz persönlichen Erfahrungen ab, die eine Person gemacht hat. Dies kann die erste Liebe sein, eine beste Freundin oder anderes. Das persönliche Umfeld wie Schule, Familie, Nachbarschaft oder finanzielle Möglichkeiten sind dagegen nicht ausschlaggebend.

Quelle: Dr. Julia Hofmann12.10.15Zum AnfangZurück

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