Schmerzsalbe gefährdet Katzenleben

Die Arzneimittelbehörde der USA FDA warnt vor Schmerzmittelsalben mit einem bestimmten Inhaltsstoff, nach deren Anwendung Hauskatzen starben. Wie die Katzen mit der Salbe in Kontakt kamen, ist aber unklar.

 

 

Art des Kontakts der Katzen mit Medikament unklar

 

In Schmerzsalben, -gelen oder -sprays sind oftmals sogenannte nichtsteroidale Antiphlogistika (NSAID) enthalten. Dies sind entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkstoffe, die nicht vom Kortison abstammen. Den meisten bekannt sind Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Diclofenac. Präparate, die für die äußerliche Anwendung vorgesehen sind, dienen der Linderung von Schmerzen und Entzündungen im Bereich von Muskeln und Gelenken etwa nach Sportverletzungen.

Die Besitzer der getöteten Katzen hatten Präparate mit dem Wirkstoff Flurbiprofen äußerlich angewendet. Möglicherweise leckten ihre Katzen die behandelten Hautstellen ab oder kamen anderweitig an das Medikament.

 

Medikamente vor Zugriff durch Kinder und Tiere schützen

 

Die Katzen starben an einem Nierenversagen. Die Stoffgruppe der NSAID kann auch beim Menschen die Nieren schädigen, doch scheinen Katzen besonders sensibel zu reagieren.

Da nicht vollständig geklärt ist, wie die Katzen in Kontakt mit der Schmerzsalbe kamen, empfiehlt die FDA, mit den Medikamenten sehr sorgsam umzugehen und sie vor Katzen in Sicherheit zu bringen. Der Wirkstoff Flurbiprofen ist in Deutschland Bestandteil von Halsschmerzmittel und Augentropfen, nicht jedoch in Cremes, Salben oder anderen äußerlich anzuwendenden Medikamenten.

Es ist natürlich grundsätzlich empfehlenswert, Medikamente für Kinder und Haustiere unzugänglich zu machen. Denn es gibt eine Vielzahl weiterer Wirkstoffe, die die Gesundheit bei unbeabsichtigter Aufnahme schädigen können.

Quelle: Dr. Julia Hofmann04.05.15Zum AnfangZurück

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