Schlechter Schlaf

Durchwachte Nächte, flacher Schlaf, schlechte Träume - Menschen mit Depressionen leiden häufig unter Schlafproblemen. Sind diese Probleme schwerwiegend und dauern sie länger an, können sie zu einem seelischen Ungleichgewicht führen. Dieses wiederum ist immer ein Alarmsignal - auch für einen eventuellen bevorstehenden Selbstmordversuch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie amerikanischer Forscher, die den Zusammenhang zwischen schlaflosen Nächten und suizidalen Gedanken bei Patienten mit depressiven Symptomen untersucht haben.

Die Forscher konnten zum ersten Mal nachweisen, dass es eine direkte Verbindung zwischen der Intensität der Schlafprobleme und dem Risiko eines Suizidversuchs gibt. Wie die Wissenschaftler im Fachblatt "Journal of Clinical Sleep Medicine" berichten, könnte die gezielte Behandlung von Schlafproblemen darum das Selbstmordrisiko senken und somit Leben retten.

Schlafprobleme und schlechte Träume sind bereits länger als Risikofaktoren für Suizidgedanken bekannt. Obige Untersuchung zeigt nun, dass viele Patienten im Zuge der Schlafprobleme Wahrnehmungsverzerrungen aufweisen. Oft zeugen die Aussagen der Betroffenen von Hoffnungslosigkeit. "Diese Art der Niedergeschlagenheit beeinflusst einen Menschen völlig unabhängig von anderen entmutigenden Faktoren" - so die Autoren. Bei Schlafproblemen hilft der Wirkstoff Melatonin.

Quelle: Silva Raddatz13.06.13Zum AnfangZurück

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