Schlaganfall: Depressionen und Selbstmordrisiko

Ein Schlaganfall beeinträchtigt oftmals nicht nur körperlich, er schlägt auch auf die Psyche. Schlaganfallpatienten haben ein deutlich erhöhtes Selbstmordrisiko, so die Deutsche Schlaganfall-Hilfe anlässlich des Welt-Suizid-Präventionstages.

 

 

Depressionen kommen nach Schlaganfall häufig vor

 

Ein Schlaganfall reißt nicht selten die Betroffenen aus ihrem Leben. Je nach Ausdehnung sind eine ganze Reihe leichterer und schwererer Folgeschäden und -beeinträchtigungen möglich. Schwedische Forscher fanden nun heraus, dass viele Patienten selbstmordgefährdet sind. Die Selbstmordhäufigkeit unter Schlaganfallpatienten war innerhalb von vier Jahren annähernd doppelt so häufig wie die in der Normalbevölkerung. Offenbar spielten neben der Schwere des Schlaganfalles auch Einkommen und Einsamkeit eine Rolle. Alleinstehende Menschen nahmen sich häufiger das Leben.

 

Es ist nicht ungewöhnlich, dass Patienten nach einem Schlaganfall Depressionen entwickeln. Etwa ein Drittel der Betroffenen leiden früher oder später darunter. Die Deutsche Schlaganfallhilfe fordert deshalb eine verbesserte Nachsorge bei Patienten. Denn auf die Psyche der Betroffenen müsse ein ganz besonderes Augenmerk gelegt werden, vor allem bei alleinstehenden Personen und bei schwer Betroffenen. 

 

 

 

Quelle: Dr. Julia Hofmann15.09.15Zum AnfangZurück

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