Schlafstörungen schlagen auf das Gemüt

Unterbrechungen des Nachtschlafes wirken sich negativer auf die Stimmung aus als durchgehende Nachtruhe, auch wenn sie relativ kurz ist. Dauerhaft getrübte Stimmung deshalb muss aber niemand hinnehmen.

 

 

Schlafunterbrechungen beeinflussen Stimmung am stärksten

 

Nächtliches Erwachen kann belastend sein, v. a., wenn dies mehrfach in der Nacht geschieht. Der gestörte Schlaf ist Ursache von schlechter Stimmung. Wenn diese Schlafstörung anhält, kann diese zu einer Reihe von psychischen und körperlichen Befindlichkeitsstörungen führen, die die Lebensqualität nachhaltig beeinflussen können.

 

US-Forscher untersuchten 62 gesunde Frauen und Männer, indem sie sie unterschiedlichen Schlafszenarien aussetzen. Bei einigen Teilnehmern wurde der Schlaf achtmal pro Nacht unterbrochen, andere gingen spät zu Bett und weitere durften ganz normale Bettruhe halten.

 

Studienteilnehmer mit Schlafunterbrechungen und späten Bettgehzeiten wiesen nach der ersten Nacht eine vergleichbar schlechte Stimmung auf, heißt es in der Fachzeitschrift "Sleep". In der zweiten Nacht und in den folgenden jedoch litten besonders jene Teilnehmer mit Schlafstörungen unter einer veränderten negativen Stimmung. Personen, die nur kurz schliefen, waren deutlich geringer davon betroffen.

 

 

Gestörte Schlafphasen als Ursache depressiver Stimmung

 

"Ist der Schlaf mehrfach pro Nacht unterbrochen, sind die Schlafphasen gestört", so Experten. Dies ist als wichtige Ursache der veränderten Stimmung zu betrachten. Da die Studien an gesunden Probanden vorgenommen wurden, lässt sich vorstellen, dass die Auswirkungen von Schlafunterbrechungen in bestimmten Lebenssituationen wie Schichtarbeit oder auch bei Krankheiten groß sind. Die nächtliche Erholung durch Schlaf bleibt vielfach aus, was sich auf die täglichen Aktivitäten auswirkt.

 

Auswirkungen von Schlafstörungen sind oftmals depressive Stimmungslagen. Die biologischen Grundlagen der beeinträchtigten Stimmung sind laut Wissenschaftlern bislang allerdings nur unzureichend verstanden.  Weitere Studien zum Thema sind nötig, um zu verstehen wie die Schlafphasen die Stimmung bei schlafgestörten Menschen beeinflussen. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.11.15Zum AnfangZurück

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