Schlafmangel ist schmerzhaft!

Schlafmangel und Schlafstörungen machen sich auch am Tage bemerkbar. Müdigkeit, Unkonzentriertheit, Gereiztheit sind mögliche Störungen. Aber es ändert sich auch die Schmerzsensibilität, zeigt eine Studie im Journal "Pain".

 

 

Untersuchungsteilnehmer machen bekannten Schmerztest

 

Schlaf beeinflusst die Schmerzwahrnehmung und die Schmerztoleranz. Besonders betroffen sind Menschen, die sowohl an Schlafstörungen als auch an chronischen Schmerzen leiden, ergab eine aktuelle Untersuchung an über 10.000 Personen. Diese unterzogen sich einem Standardtest der Schmerzwahrnehmung, indem sie die Hand in eiskaltes Wasser hielten. Schlafstörungen wurden anhand von Fragebögen ermittelt.

 

32 Prozent der Studienteilnehmer ohne Schlafstörung konnten ihre Hand 106 Sekunden im kalten Wasser lassen, was ein Standardwert ist. 42 Prozent der Personen mit Schlafstörungen jedoch zogen die Hand eher zurück. Dies waren nur 31 Prozent der Personen ohne Schlafstörung. Dabei zeigte sich, dass die Schmerzempfindlichkeit mit der Häufigkeit und Schwere der Schlafstörung zunahm.

 

 

Schlafprobleme und Schmerzen behandeln

 

Auch Menschen mit Einschlafschwierigkeiten waren schmerzempfindlicher. Alter und Geschlecht der Teilnehmer änderten das Ergebnis nicht. Besonders schmerzempfindlich reagierten Studienteilnehmer, die unter Schlafstörungen und chronischen Schmerzen litten. Ihre Wahrscheinlichkeit für eine verminderte Schmerztoleranz war mehr als doppelt so hoch.

 

Die Forscher vermuten, dass auch psychologische Faktoren eine Rolle spielen, jedoch nicht allein ursächlich sind. Deutlich wird, wie wichtig es ist, Schlafstörungen und chronische Schmerzen zu behandeln. Bei Schmerzen greift die kognitive Verhaltenstherapie. Schlafstörungen müssen oftmals individuell behandelt werden. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann15.05.15Zum AnfangZurück

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