Samenspende

In Deutschland gibt es rund zehn Samenbanken für Samen von Männern. Sie werden dort aus zwei Gründen eingefroren: Zum einen wollen Männer, die sich sterilisieren lassen oder an Hodenkrebs erkrankt sind, eine «Sicherheitsreserve» retten. Zum anderen kaufen Ärzte Samen von Männern, um Paaren zu Nachwuchs zu verhelfen, bei denen der Mann nicht zeugungsfähig ist.

Die Samen werden gereinigt und bei Minus 174 Grad mit flüssigem Stickstoff eingefroren. Bei der Prozedur wird der Flüssigkeit erst Wasser entzogen und beim Auftauen wieder hinzugefügt. Dabei geht ein Teil der Samen kaputt. Deshalb muss die Samenzahl der Spender sehr hoch sein. Tiefgefroren können die Samen über Jahrzehnte halten.

Als Samenspender werden gesunde Männer unter 35 Jahren gesucht, die am besten in einer festen Beziehung leben und bereits ein Kind gezeugt haben. Ihr Blut und Sperma wird auf etliche Krankheiten hin untersucht. Vor der Samenspende sollten die Männer drei Tage keinen Geschlechtsverkehr oder Samenerguss haben, weil dies die Qualität mindert. Wird wiederholt eine mindere Qualität festgestellt, wird der Spender ausgeschlossen.

Die Samen eines Spenders werden in einer Region nicht mehr als zehnmal erfolgreich eingesetzt. Damit soll verhindert werden, dass sich Halbgeschwister unwissentlich ineinander verlieben und eine Familie gründen.

Die Männer können höchstens einmal in der Woche ihren Samen abgeben. Sie erhalten dafür zwischen 50 und 150 Euro, abhängig von der Seltenheit ihrer Blutgruppe und der Qualität des Spermas.

Quelle: dpa01.07.13Zum AnfangZurück

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