Rutschgefahr: Unfallrisiko senken!

Mit Schnee und Eis steigt die Rutsch- und Unfallgefahr. Besonders häufig sind über 50-Jährige betroffen, doch natürlich können auch jüngere Menschen stürzen. Wie man sich vor Stürzen und Verletzungen schützen kann, darüber informiert die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (GBW).

 

Hochrechnungen der BGW zu Wegeunfällen zeigen, dass sich besonders häufig über 50-Jährige durch Stolpern, Rutschen und Stürzen verletzen. 29 Prozent der gravierenden Unfälle zwischen Wohnung und Arbeitsplatz entfielen 2013 auf diese Altersgruppe. 40 Prozent dieser Unfälle gehen auf das Konto von Stolpern, Rutschen und Stürzen. Bei Jüngeren  bis 30 Jahre ereigneten sich schwere Unfälle zu 30 Prozent, aber nur zu 23 Prozent sind Stolperer, Rutschen und Stürzen die Ursache.

 

Jüngere Menschen können zwar genauso stürzen, doch sind die Auswirkungen oft geringer. Grundsätzlich sollten aber alle Altersgruppen vorsichtig sein. Ein Präventionsexperte der GBW gibt einige Winter-Tipps für die Wegesicherheit zu Fuß:

 

1. Langsames Gehen und kurze Schritte

Eile und Stress sind größtenteils die Unfallverursacher. Ruhige kurze Schritte sind gut kontrollierbar. Deshalb sollte man bei Terminen einen Zeitpuffer einkalkulieren. Besondere Rutschgefahr ist auf Treppen und Brücken zu erwarten, wenn sich Reif- oder Eisglätte gebildet hat.

 

2. Geeignetes Schuhwerk

Schuhe sollten breite Sohlen aufweisen, ein griffiges Profil und einen in der Weite regulierbaren Schaft aufweisen. Solche Schuhe bieten besseren Halt als Halbschuhe.

 

3. Spikes für die Schuhe

Über die Schuhe gezogene Spikes sollten nicht nur unter den Fußballen sondern auch unter der Ferse Metallstifte besitzen. Vor Betreten von Gebäuden sollte man die Spikes jedoch ablegen, denn sie können die Rutschgefahr auf harten glatten Böden erhöhen oder die Böden zerkratzen.

 

4. Eingänge trocken halten

Unfallschwerpunkte im Eingangsbereich von Gebäuden kommen durch die hereingetragene Nässe zustande. Sauffähige Schmutzschutzmatten schaffen Abhilfe, aber auch das regelmäßige Trockenwischen beugt Unfällen vor. Warnschilder können Fußgänger von der Rutschgefahr informieren.

 

5. Gute Beleuchtung

Im Dunkeln unter schlechter Sicht kommt es schneller zum Stolpern und Rutschen. Defekte oder schwache Lampen sollten ausgetauscht werden. In dunklen Ecken kann die Beleuchtung erweitert werden. Bewegungsmelder sorgen zur richtigen Zeit für die richtige Beleuchtung.

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.01.15Zum AnfangZurück

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