Rote Beete als Sportbooster?

Rote Beete gilt als gesund. Sie soll den Blutdruck senken und sich positiv auf die Gefäßfunktion  auswirken.  Sportler trinken vor der körperlichen Belastung oftmals Rote Beete-Saft, um die Leistungsfähigkeit zu verbessern. Doch was ist an der Gefäßwirksamkeit der roten Rübe dran? Forscher überprüften die Auswirkungen an Gefäßen und kamen zu überraschenden Ergebnissen. 

 

 

Rote Beete: Nitrat für bessere Durchblutung?

 

Ausdauersportler nehmen gerne im Glauben an bessere Blut- und Sauerstoffversorgung während des Trainings Rote Beete-Supplemente ein, die nitratreich sind. Auch bei Kraftsportlern ist der Konsum beliebt, denn sie hoffen damit der Muskelmüdigkeit durch die sich wiederholenden intensiven Trainingseinheiten entgegenzuwirken. Eine Gefäßwirkung wird vor allem dem Nitrat zugesprochen, das im Körper zu Stickstoffmonoxid verwandelt wird. Dieses ist gefäßwirksam.

 

Ob sich diese potentiellen positiven Wirkungen von Roten Beeten tatsächlich nachweisen lassen, fragten sich US-Wissenschaftler und gaben Versuchspersonen entweder einen Rote Beete-Saft ohne Nitrat (Plazebo) oder relativ hohe Dosen eines Nitrat-angereicherten Rote Beete-Saftes. Die Teilnehmer machten dann Handübungen und die Forscher maßen die Durchblutung und Gefäßfunktion in den sich kontrahierenden Muskeln.

 

 

Während Übungen keine verbesserte Durchblutung nachweisbar

 

Die im Journal "Applied Physiology, Nutrition and Metabolism" veröffentlichte Untersuchung ergab, dass der Rote Beete-Saft die Armarterien der Teilnehmer nicht weitete. Höchste Nitratwerte, die in einigen Lebensmitteln wie Rote Beete oder Spinat reichlich enthalten sind, werden zwar im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt, das gefäßwirksam ist, wie einige Studien indirekt belegen. Direkte Messungen der Durchblutung während der Muskelanspannung waren bislang aber nicht vorgenommen worden. 

 

Die Forscher konnten aber eine direkte Korrelation zwischen den Blutnitritwerten und der arteriellen Pulswellengeschwindigkeit in der Erholungsphase feststellen, was eine Gefäßwirksamkeit im Sinne einer "Entsteifung" der Gefäße anzeigt.

 

Möglicherweise bedeutet der fehlende Nachweis einer Wirksamkeit die Auswahl der falschen Studiengruppe, denn alle Teilnehmer waren jung und gesund. Vielleicht war auch die Auswahl der Handübung unzureichend und die Übungen hätten intensiver sein müssen, um eine Wirksamkeit nachzuweisen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann30.01.15Zum AnfangZurück

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