Rolle der Ernährung bei Prostatakrebs

Prostatakrebs ist eine bösartige Neubildung der Vorsteherdrüse. Männer mit diesem Krebs sollten besonders auf ihre Ernährung achten. Denn eine westliche Ernährung mit viel rotem Fleisch und tierischen Nahrungsmitteln könnte das Todesrisiko steigern.

 

 

Westliche Ernährung erhöht Todesrisiko

 

In einer aktuellen Studie untersuchten Forscher die Ernährung von 926 Männern, die an Prostatakrebs erkrankt waren, über annähernd 14 Jahre lang. Die 40- bis 84-jährigen Männer wurden regelmäßig zu ihren Essgewohnheiten befragt. Die Teilnehmer wurden je nach Ernährungsart in Gruppen eingeteilt.

 

Während der Nachuntersuchungszeit starben 333 Teilnehmer, davon 56 aufgrund der Prostatakrebserkrankung. Jene mit einer ungesunden westlichen  Ernährung (rotes Fleisch, tierisches Fett, wenig Obst und Gemüse) hatten ein zweieinhalb mal größeres Risiko infolge der Krebskrankheit zu sterben als Teilnehmer, die sich gesund ernährten. Auch das allgemeine Todesrisiko war um 67 Prozent erhöht.

 

 

Gesunde Ernährung, gesünderer Lebensstil?

 

Eine gesunde Ernährung ist zum Beispiel die mediterrane Diät mit viel Obst und Gemüse, gesunden pflanzlichen Fetten und weniger rotem Fleisch. Männer die sich gesund ernährten, tranken auch weniger Alkohol und rauchten weniger. Auffallend bei Männern mit westlichem Ernährungsstil war, dass sie bei der Krebsdiagnose oft älter waren und geringere Kalzium- und Vitamin D-Mengen aufwiesen.

 

Es bleiben einige Zusammenhänge ungeklärt, so die Forscher, was weiterer Forschung bedarf. Wichtige Faktoren wie sozioökonomischer Status, das Treiben von Sport, Art der Therapie des Krebsleidens und andere blieben in dieser Untersuchung unberücksichtigt. Eine gesunde Ernährung ist aber dennoch allen Menschen und besonders jenen mit Erkrankungen zu empfehlen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann15.06.15Zum AnfangZurück

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