Röntgen in der Schwangerschaft möglich

In der Schwangerschaft erleiden fünf bis acht Prozent der Frauen Verletzungen, einschließlich Knochenbrüchen. Dürfen auch Schwangere sich röntgen lassen? Ja, denn manchmal ist die Untersuchung unverzichtbar. Sorgen um das ungeborene Kind muss man sich selten machen.

 

 

Röntgen und Co im Notfall auch in der Schwangerschaft

 

Schwerere Verletzungen bedürfen unter Umständen auch in der Schwangerschaft einer bildgebenden Untersuchung. Die meisten Untersuchungen sind sicher und die Strahlendosis liegt in einem Bereich, der als ungefährlich gilt, so Orthopäden. Sie veröffentlichten dazu eine Studie im "Journal of the American Academy of Orthopaedic Surgeons".

 

Die Diagnostik und Behandlung sind wichtig, um Komplikationen zu vermeiden, die bei der schwangeren Frau infolge der Verletzung auftreten könnten. Mütter in spe sorgen sich verständlicherweise um die Auswirkungen der radioaktiven Strahlung auf das ungeborene Kind und schätzen das Risiko oftmals als zu hoch sein, so die Autoren der Studie. Das wahre Risiko aber ist gering und sollte werdende Mütter nicht von einer wichtigen Untersuchung abhalten.

 

 

Einzelne Untersuchung für Ungeborenes meist ungefährlich

 

Bei Röntgenuntersuchungen und anderen bildgebenden Verfahren ist die Abgabe von ionisierender und nichtionisierender Strahlung zu unterscheiden. Ionisierende Strahlung kann, in hohen Dosen verabreicht, Geburtsdefekte, Aborte und Krebs hervorrufen. So hohe Dosen werden aber kaum verwendet, schon gar nicht bei einer einzelnen Untersuchung. Wie viel ionisierende Strahlung das ungeborene Kind abbekommt, hängt  von mehreren Faktoren ab. Eine Rolle spielen die Lage des untersuchten Körperbereiches, der Typ der Untersuchung, die Menge und der Typ der emittierten Strahlung u.a.

 

Ultraschalluntersuchungen und Magnetresonanztomographien sind für schwangere Frauen sicher. Computertomographien des Beckens sind mit einer erhöhten Strahlenbelastung verbunden, sodass hier größere Vorsicht geboten ist.

 

Sind mehrere bildgebende Untersuchungen notwendig, die mit einer Strahlenbelastung verbunden sind, sollte ein qualifizierter medizinischer Physiker die wahrscheinliche das ungeborene Kind erreichende Strahlendosis bestimmen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann19.08.15Zum AnfangZurück

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