Raus aus der Herbstdepression

Arbeitsunlust und Schlafstörungen zu Beginn der Winterzeit können Anzeichen für eine depressive Verstimmung sein. Typisch ist, dass man morgens nicht aufstehen möchte, keine Lust auf die Arbeit hat und sich den ganzen Tag schlapp fühlt. Außerdem haben Betroffene oft keine Lust, sich zu bewegen, vermeiden soziale Kontakte und ziehen sich zurück.

Dagegen kann ein langer Spaziergang in der Natur helfen. Selbst wenn draußen schlechtes Wetter ist, muss man rausgehen. Denn: Lichtverhältnisse haben einen starken Einfluss auf unsere Stimmung. Selbst bei schlechtem Wetter ist draußen um ein Vielfaches mehr Licht als in der Wohnung. Je weniger Licht der Mensch abbekommt, umso größer ist das Risiko für depressive Verstimmungen. Im Spätherbst ist das zwangsläufig so und durch die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit wird es abends wieder früher dunkel.

Verabredungen sind ein weiteres Mittel, Stimmungstiefs vorzubeugen. Man kann mit Freunden einen Kinofilm anschauen, Essen gehen oder gemeinsam Musik machen. Die Art der Verabredung ist egal. Hauptsache, die sozialen Kontakte werden gehalten.

Außerdem ist empfehlenswert, sich viel zu bewegen. Am besten mindestens eine halbe bis ganze Stunde täglich an der frischen Luft. Joggen oder Walken zum Beispiel. Der Mensch ist ein ganzheitliches Wesen. Körperliche und seelische Gesundheit hängen eng zusammen.

Deswegen ist auch eine ausgewogene Ernährung wichtig, um der jahreszeitlichen Verstimmung entgegenzuwirken. Man sollte auf eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse achten. Kurzzeitige Stimmungsaufheller wie Schokolade sollten nur in Maßen genossen werden. Sonst kommt es zu einer Gewichtszunahme, die den Betroffenen dann wieder belasten kann.

Ein dauerhaftes Stimmungstief ist in jedem Fall ein Alarmsignal. Wenn der Zustand sich trotz genügend Schlaf nicht verbessert und man schon viele Maßnahmen ergriffen hat, sollte man sich Hilfe beim Psychotherapeuten holen. Denn jahreszeitlichen Verstimmungen können ernsthafte Depressionen zugrunde liegen. Was vorher versteckt war, kann jetzt zutage kommen.

Quelle: dpa18.11.12Zum AnfangZurück

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