Rauchen verdünnt Hirnrinde

Rauchen hat verschiedene negative gesundheitliche Auswirkungen. Eine davon ist, dass langjähriges Rauchen die Hirnrinde angreifen kann und diese verdünnt. Einige Hirnfunktionen könnten betroffen sein, so Neurologen aus Kanada und Großbritannien.

 

 

Hirnrinde von Rauchern und Nichtrauchern unterscheiden sich 

 

Die Hirnrinde ist die äußere Schicht des Gehirns. Dieser Anteil des Gehirns ist weit entwickelt und erfüllt wichtige Funktionen wie die Verarbeitung von Sinneswahrnehmungen und ist auch für das Sehen, Hören, die Erinnerung und die Sprache bedeutsam.

 

Bei Rauchern und ehemaligen Rauchern entdeckte ein kanadisch-britisches Forscherteam, dass diese im Durchschnittsalter von 73 Jahren eine geringe Dicke der Hirnrinde aufwiesen als Nichtraucher gleichen Alters.

 

 

Wiederherstellung der Dicke der Hirnrinde inkomplett

 

Der Rauchstopp führte zwar zu einer teilweisen Zunahme der Hirnrindendicke in verschiedenen Hirnarealen, jedoch dauerte dies sehr lange. Demnach findet ein Wiederherstellungsprozess statt, doch ist dieser nicht komplett. Starke Raucher zeigten auch 25 Jahre nach dem Aufgeben des Rauchens noch eine verdünnte Hirnrinde.

 

Zwar ist es normal, dass die Hirnrinde mit zunehmendem Alter dünner wird, doch scheint das Rauchen diesen Prozess zu beschleunigen. Die verdünnte Hirnrinde geht mit einem geistigen Abbau einher. Rauchen sollten wissen, dass Zigaretten den Abbau der Hirnrinde fördern und dies zu kognitiven Einschränkungen führen kann, schreiben die Forscher in "Molecular Psychiatry".

Quelle: Dr. Julia Hofmann20.02.15Zum AnfangZurück

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