Prosit Neujahr! Aber ohne Rückenschmerzen...

Schätzungen zufolge leiden bis zu 80 Prozent der Deutschen zumindest einmal im Leben unter Rückenschmerzen. Schmerzgeplagte können sich für das neue Jahr vornehmen, mehr für ihren Rücken zu tun. Dazu fordert die Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR) auf. Denn was gibt es Sinnvolleres, als sich für das kommende Jahr Verhaltensänderungen vorzunehmen, die der eigenen Gesundheit zugute kommen?

 

 

Silvester: Zeit für gute Rückenvorsätze

 

Für viele Menschen steht Silvester und der Start ins neue Jahr für gute Vorsätze. Besser auf die eigene Gesundheit zu achten, steht dabei oft auf dem Plan. Aber wie es mit den guten Vorsätzen so ist, sie geraten oft genauso schnell wieder in Vergessenheit, wenn der Alltag wieder Einzug gehalten hat. Für Rückenschmerzen gilt meist jedoch: Schon geringe Veränderungen im Alltag verbessern die Schmerzen oder bringen sie sogar ganz zum Verschwinden. Denn die meisten Rückenschmerzen sind unkompliziert und lassen sich durch Änderungen des Verhaltens postiv oder negativ beeinflussen. Sport und Bewegung spielen dabei eine große Rolle, denn sie beugen Verspannungen und Schmerzen vor und bessern bereits bestehende Probleme.

 

Häufiges langes Sitzen schwächt die Rückenmuskulatur. Dem lässt sich nur Bewegung entgegensetzen. Dabei reichen schon kleine Verhaltenveränderungen aus: Statt Fahrstühle und Rolltreppen können Rückenschmerzpatienten Treppenstufen gehen, statt jede Strecke mit dem Auto zu fahren eignen sich kleinere Strecken bis zwei Kilometer zum Spaziergang oder Fahrradfahren. Wer kleine Verhaltensänderungen konsequent durchhält, wird nicht nur rasch hinsichtlich der Rückenschmerzen, sondern auch von anderen gesundheitlichen Vorteilen profitieren. Eine Studie ergab, dass nur 15 Minuten Bewegung am Tag das Leben bis zu drei Jahre verlängern.

  

 

Sport, Ernährung, Psyche und mehr gegen Rückenschmerzen

 

Daneben ist rückengesunder Sport empfehlenswert. Ausdauersportarten wie Fahrradfahren, Nordic Walking, Inlineskaten und Schwimmen sind geeignet, denn sie sorgen für eine gleichmäßige und symmetrische Belastung. Sportarten mit ruckartigen abrupten Bewegungen dagegen sind weniger geeignet. Ergänzend sind verschiedene Trainingsgeräte wirksam, die mit dem AGR-Gütesiegen ausgezeichnet sind.

 

Auch eine gesunde ausgewogene Ernährung ist für die Rückengesundheit und das Gewicht bedeutsam. Besonders Kalzium und Vitamine stärken die Knochen und beugen Erkrankungen wie Osteoporose vor. Übergewicht ist eine zusätzliche Belastung für den Rücken und sollte durch Bewegung und Ernährung reduziert werden.

 

Nicht zuletzt kann die Psyche dem Rücken zusetzen. Stress und Depressionen führen zu Fehlhaltungen und Verspannungen. Nacken-, Rücken- und Kopfschmerzen können die Folge sein. Sportliche Aktivität hilft, Verspannungen zu lösen und wirkt sich auch positiv auf die Psyche aus. Nicht vergessen sollte man aber, sich im Alltag auch Erholungs- und Entspannungsphasen zu gönnen.

 

Ein weitere Ansatzpunkt ist das rückengerechte Umfeld. Ergonomiefallen zu erkennen und im nächsten Jahr zu verändern, ist ein weiterer guter Jahresvosatz. Ein neuer ergonomischer Schreibtischstuhl, ein rückengerechtes Bettsystem und andere Möbel und Alltagsgegenstände können für eine bessere Rückengesundheit sorgen. Auch rückenfreundliche Alltagsgegenstände sind mit dem Gütesiegel der AGR ausgezeichnet.

Quelle: Dr. Julia Hofmann19.12.14Zum AnfangZurück

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