Optimismus lässt Frauen länger leben

Ist das Glas halb leer oder halb voll? Wenn auch das nicht unbedingt allgemein eine lebenswichtige Frage ist, könnte das für Frauen anders aussehen: Optimistinnen sterben seltener vorzeitig.


Studien: Optimisten sind gesünder

Besonders Frauen sollten vielleicht an einer optimistischen Lebenseinstellung arbeiten, denn das könnte ihrer Lebenslänge zugutekommen. Dies ergab eine Untersuchung von Eric Kim der T.H. Cha School of Public Health in Boston. Die Studie wurde im "American Journal of Epidemiology" veröffentlicht.

Optimismus ist als mentale Fähigkeit positiv zu denken definiert. Optimistische Menschen sind voller Hoffnung und Zuversicht, dass sich positive Ereignisse einstellen. Studienergebnisse zeigen, dass Optimisten mental und körperlich gesünder sind als Pessimisten, die immer das Schlimmste annehmen und einen eher düsteren Blick auf das Leben werfen.

Die US-Wissenschaftler untersuchten, inwieweit Optimismus das Risiko für verschiedene Krankheiten beeinflusst. Dafür analysierten sie Daten der Nurses Health Study von 70.000 Frauen aus acht Jahren – eine andauernde Langzeituntersuchung, bei der alle zwei Jahre Gesundheitsdaten erfasst werden. Dabei machten Untersuchungsteilnehmer Angaben zu ihrem Optimismus. Die Forscher erhoben zudem Daten zu Gesundheitsstörungen wie hoher Blutdruck, Ernährung und Bewegung, die das Sterberisiko beeinflussen.


Forscher: Mentales Befinden und Optimismus fördern

Frauen, die am meisten Optimismus an den Tag legten, wiesen im Vergleich zu Frauen mit einem geringen Optimismus ein um 30 Prozent geringeres Risiko auf, aufgrund unterschiedlicher Ursachen zu sterben. Optimistinnen hatten verglichen mit Pessimistinnen ein um 16 Prozent geringeres Risiko, an Krebs zu sterben. Der Tod aufgrund einer Herzkrankheit war um 38 Prozent geringer und der wegen eines Schlaganfalls um 39 Prozent. Auch starben optimistische Studienteilnehmerinnen deutlich seltener infolge Atemwegserkrankungen und Infektionen.

Das Hauptaugenmerk in der Prävention von Erkrankungen, etwa des Herzens, läge auf der Senkung von Risikofaktoren, so die Studienautoren. Dem mentalen Befinden sollte in diesem Zusammenhang mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Werde der Optimismus gefördert, schlage sich dies gesundheitlich nieder.

Quelle: Dr. Julia Hofmann12.12.16Zum AnfangZurück

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