Östrogene schützen Mundgesundheit

In und nach den Wechseljahren werden Frauen für einige Krankheiten wie Osteoporose empfänglicher. Auch Krankheiten an Zähnen und Zahnfleisch werden häufiger. Helfen könnte Östrogen, das auch bei Osteoporose verabreicht wird.


Östrogene schützen vor Osteoporose und Parodontitis

Osteoporose und Parodontitis – Entzündungen des Zahnhalteapparats – kommen vermehrt bei Frauen nach den Wechseljahren vor. Bei Osteoporose nimmt die Knochensubstanz ab und es entwickelt sich eine erhöhte Brüchigkeit. Bei der Parodontitis entzündet sich das Zahnfleisch und das Gewebe, in dem der Zahn verankert ist. Schreitet die Krankheit fort, kann es zum Verlust des Zahnes kommen.

Beiden Krankheiten gemeinsam ist, dass eine Therapie mit Östrogenen hilfreich ist. Das ergab eine Untersuchung an 492 brasilianischen Frauen im Alter zwischen 50 bis 87 Jahre. 113 Frauen hatten eine Osteoporosebehandlung bekommen. Wissenschaftler prüften, ob die Behandlung geeignet war, die Knochendichte zu erhöhen und ob die Mundgesundheit positiv beeinflusst war.

Mit Östrogenen behandelte Frauen entwickelten zu 44 Prozent seltener eine Parodontitis als Frauen, die keine Osteoporosetherapie erhalten hatten. Frauen, die eine Osteoporosebehandlung bekamen, hatten entweder nur Östrogene erhalten oder zusätzlich Gestagene sowie Kalzium und Vitamn D. 


Forscher: Frauen sollten auf Mundhygiene achten

Osteoporose könnte alle Knochen des Körpers betreffen und somit auch den Kieferknochen. Das könnte zu einer Parodontitis führen, so die Wissenschaftler in "The Journal of the North American Menopause Society". Eine Östrogentherapie, die sich als wirksam gegen Osteoporose erwiesen hat, könnte auch vor Zahn- und Zahnfleischentzündungen schützen.

Allen Frauen, aber besonders jenen mit geringen Östrogenwerten oder einer Bisphosphonatbehandlung gegen Osteoporose, empfehlen die Forscher als Bestandteil einer gesunden Lebensweise eine gute Zahnpflege. Entzündliche Veränderungen im Rahmen eine Parodontitis stehen auch mit anderen Erkrankungen wie etwa der koronaren Herzkrankheit in Verbindung. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann09.03.17Zum AnfangZurück

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