Neue Diätpille trickst Körper aus

Eine neue Diätpille soll den Körper austricksen, indem sie ihm suggeriert, eine üppige Mahlzeit erhalten zu haben. Die Folge: Fett wird verbrannt, eine Gewichtszunahme vermieden und sogar die Blutzucker- und Cholesterinwerte sollen sich verbessern. Dabei gibt es keine Kalorienzufuhr und der Appetit bleibt laut einer Veröffentlichung in "Nature Medicine" unverändert.

 

 

Pille gaukelt Mahlzeit vor

 

Die von US-Forschern entwickelte Diätpille namens Fexaramin setzt an den Rezeptoren eines Proteins an, das an der Verdauung, der Fett- und Zuckerspeicherung und dem Ausschütten von Gallensäuren aus der Leber beteiligt ist. Die Einnahme der Pille verursacht die Aussendung von Signalen, die auch nach einer größeren Mahlzeit ausgesendet werden.

 

Bei fettleibigen Mäusen triggerte die Pille einen Fettverlust und beeinflusste den Stoffwechsel von Zucker und Fett, sodass diese nicht gespeichert werden. Der Wirkstoff scheint auch Entzündungen zu beeinflussen. Dabei verursacht die Pille weniger Nebenwirkungen als andere Diätpillen, denn es greift nur ein einem Punkt im Organismus ein, nämlich im Verdauungsapparat. Der Wirkstoff gelangt nicht in den Blutkreislauf, was Nebenwirkungen unwahrscheinlicher werden lässt. Andere Diätmittel können Nebenwirkungen wie hohen Blutdruck, Schwindel, Schlaflosigkeit oder sogar Herzprobleme verursachen. 

 

 

Auswirkungen auf Gewicht und Stoffwechsel

 

In der Untersuchung mit Mäusen hatten Tiere fünf Wochen lang einmal täglich eine Dosis des Wirkstoffes erhalten. Der Vergleich mit übergewichtigen Mäusen ohne Behandlung zeigte, dass Mäuse mit Einnahme der Diätpille kein Gewicht mehr zunahmen. Zugleich nahmen das Körperfett, der Blutzucker und das Cholesterin ab. Zudem stieg die Körpertemperatur an, was für einen angekurbelten Stoffwechsel spricht. Weißes Fett, das als ungesund gilt, wandelte sich teilweise in braunes Fett um.

 

Interessanterweise beobachteten die Forscher auch eine Veränderung der Darmbakterien. Wie das zu interpretieren ist, ist ihnen aber bislang unklar. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann15.01.15Zum AnfangZurück

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