Nasenfilter gegen Pollenallergie

Für Pollenallergiker ist der Frühsommer oftmals die schlimmste Zeit. Dänische Wissenschaftler entwickelten einen Nasenfilter, der die Pollen fern halten soll. So Behandelte hatten tatsächlich viel weniger Symptome. Einige Beschwerden ließen sich sogar den ganzen Tag über vermeiden.

 

 

Filter halten Pollen fern

 

Typische Symptome einer Pollenallergie sind Niesen, laufende Nase, tränende rote Augen und Müdigkeit. Diese Symptome sind für Allergiker sehr belastend und kehren jährlich wieder. Manch ein Betroffener hat aufgrund mehrerer Allergien gegen verschiedene Pollen einen Großteil des Jahres zu kämpfen.

 

Hilfe könnten in Zukunft nicht nur antiallergische Medikamente bieten sondern auch ein Nasenfilter, der dafür sorgt, dass die Pollen erst gar nicht an die Schleimhäute geraten. Forscher der Aarhus Universität entwickelten den Nasenfilter in der Größe von Kontaktlinsen. Probanden mit Graspollenallergie, die keine Medikamente einnahmen, erhielten den Nasenfilter oder ein Plazebo, das keine Pollen filtern konnte.

 

Der Nasenfilter halbierte die Anzahl der am häufigsten vorkommenden Allergiebeschwerden wie Niesen, laufende Nase und tränende Augen. Der Effekt war besonders eindrücklich, wenn der Nasenfilter frühzeitig eingesetzt wurde bevor die ersten Symptome auftraten.

 

 

Kein Niesen, keine tränenden roten Augen

 

Bei Allergikern, die den Filter vor dem ersten Auftreten von Beschwerden einsetzten, ließen sich Niesen und tränende Augen über den ganzen Tag vermeiden. Laufende Nasen konnten immerhin zu 84 Prozent vermieden werden. Darüber hinaus fühlten sich Versuchsteilnehmer mit Nasenfilter nicht schlecht, auch wenn die Pollenbelastung an einem Tag sehr hoch war.

 

Zudem war die Müdigkeit um 50 Prozent reduziert. Dies ist besonders wichtig, zumal Müdigkeit auch eine Nebenwirkung vieler antiallergisch wirksamer Medikamente wie Antihistaminika ist. Für manche Betroffene könnte das sogar die entscheidend wichtige Wirkung sein, denn die Müdigkeit belastet oftmals in Schule und Beruf. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann22.06.15Zum AnfangZurück

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