Nadeln gegen chronische Verstopfung

Chronische Verstopfung ist zwar meist ungefährlich, kann die Lebensqualität aber erheblich herabsetzen. Akupunktur kann den Darm in Schwung bringen und hat den Vorteil, dass kaum Nebenwirkungen zu befürchten sind.


Beschwerden können stark beeinträchtigen

Eine achtwöchige Elektroakupunktur, bei der zwischen zwei Akupunkturnadeln ein elektrischer Strom fließt, konnte in einer Studie wirksam Beschwerden von Verstopfung lindern. Dies geht aus einer in den "Annals of Internal Medicine" veröffentlichten Studie hervor. 

Von chronischer Verstopfung ist die Rede, wenn der Stuhlgang nicht mehr als zweimal pro Woche erfolgt, hart und anstrengend ist und das Gefühl der unvollständigen Entleerung bleibt. Meist handelt es sich um funktionelle Beschwerden, das heißt, die Verstopfung ist nicht Folge einer körperlichen Erkrankung. Dennoch ist das Wissen für die meisten Betroffenen nicht erleichternd, denn sie fühlen sich von den Beschwerden häufig gequält. Abführmittel versprechen oftmals nur vorübergehende Hilfe und bis zur Hälfte der Patienten ist mit der Wirkung dieser Medikamente unzufrieden. Auch eine Umstellung der Ernährung und Bewegung versprechen nicht immer die erhoffte Besserung.

Studien ergaben bereits einen Nutzen der Akupunktur und auch die Elektroakupunktur kann eine anhaltende Verbesserung erbringen. Dennoch ist die Beweiskraft von Studien bislang noch unzureichend.


Verbesserung der Beschwerden durch Akupunktur ist anhaltend

In der aktuellen Untersuchung erhielten mehr als 1.000 Patienten per Zufall ausgewählt entweder über acht Wochen lang 28 Sitzungen einer Elektroakupunktur oder eine Scheinbehandlung an Stellen, die gar keine Akupunkturpunkte sind.

Patienten, die eine Akupunktur erhielten, wiesen häufiger eine Verbesserung ihrer Beschwerden und der Lebensqualität auf als Scheinbehandelte. Diese Wirkung hielt nach einer zwölfwöchigen Beobachtungszeit noch an. Die Forscher halten die Akupunktur bei schwerer chronischer Verstopfung für eine geeignete Behandlungsmethode.

Quelle: Dr. Julia Hofmann23.09.16Zum AnfangZurück

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