Nachtschicht belastet

Nachtschichten belasten körperlich und psychisch im Vergleich zu Tätigkeiten, die am Tage durchgeführt werden, so die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Etwa drei Millionen Deutsche sind betroffen.

 

 

Nacht- und Schichtarbeit nimmt zu

 

Arbeiten zwischen 23 Uhr und sechs Uhr sind für Arbeitnehmer anstrengender als Tagestätigkeiten. Zudem sind die Arbeitsbedingungen bei Nachtarbeiten oft belastender, so die BAuA. Lärm, Beleuchtung, Hitze und Zugluft spielen dabei eine Rolle, ergab eine Befragung von Erwerbstätigen.

 

Dabei ist eine Zunahme von Schicht- und Nachtarbeit zu beobachten, die der Flexibilisierung des europäischen Arbeitsmarktes geschuldet ist. Nachtschichtarbeiter sind demnach zu 70 Prozent Männer.

 

 

Mehr Belastung bei Arbeit gegen die innere Uhr

 

Belastend ist oftmals die Arbeitsumgebung. Kälte, Hitze, Zugluft, Nässe, schlechte Beleuchtung und Schmutz setzen den Arbeitnehmern mehr zu als Menschen mit Tagesarbeit. Bezüglich der psychischen Belastung ergibt sich zwar kein einheitliches Bild, schnelles Arbeiten, Termin- und Leistungsdruck, Arbeitsunterbrechungen und -störungen wirken aber belastend. Auch Wiederholungen von Arbeitsvorgängen und Arbeiten an der Leistungsgrenze setzen Arbeitnehmern zu. Das Arbeiten gegen die innere Uhr ist mit deutlich mehr Belastungen verknüpft als Tagesarbeit.

 

Bedeutsam sind in diesem Zusammenhang die betriebliche Arbeitszeitgestaltung und Gesundheitsförderung, die der Arbeitsentlastung entgegen wirken sollten.

Quelle: Dr. Julia Hofmann29.06.15Zum AnfangZurück

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