Nach Herzinfarkt schützen Omega-3-Fette

Kommt es zu einem Herzinfarkt, stirbt Herzmuskelgewebe ab. Dies kann langfristig die Herzfunktion herabsetzen. Dieser Entwicklung könnten Omega-3-Fette entgegenwirken.


Omega-3-Fette müssen von außen zugeführt werden

Die längerfristige tägliche Einnahme hoher Dosen an Omega-3-Fettsäuren nach einem Herzinfarkt wirkt der Schädigung des Herzmuskels durch Vernarbung entgegen. Damit ist die Herzmuskelfunktion besser und die Gefahr einer sich entwickelnden Herzschwäche reduziert, zeigt eine aktuelle Studie im Journal "Circulation".

Ein Herzinfarkt entsteht, wenn der Blutfluss in Abschnitten herzmuskelversorgender Gefäße blockiert ist. Die Größe des Herzmuskelschadens richtet sich danach, wie groß das Areal des Herzmuskels ist, das mit Sauerstoff versorgt wurde und wie lang die Sauerstoffversorgung unterbrochen war. Der Heilungsprozess beginnt recht zügig und nach etwa acht Wochen hat sich Nervengewebe gebildet. Das Narbengewebe verändert nicht nur die Struktur des Herzens, sondern auch seine Funktion. Die Risiken für Herzrhythmusstörungen und eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) sind erhöht.

US-Forscher untersuchten nun die Auswirkungen von Omega-3-Fettsäuren nach einem Herzinfarkt. Die Fette sind für die Gesundheit sehr wichtig, können aber vom menschlichen Organismus nicht selbst gebildet werden. Nötig ist also eine Zufuhr über die Nahrung. Die Fette sind vor allem in Fisch, Pflanzen und Nüssen enthalten und lassen sich auch über Nahrungsergänzungsmittel, etwa mit Tabletten, zuführen.


Weniger Narben, besserer Gewebeumbau durch Omega-3-Fette

Studien zeigten bereits, dass Omega-3-Fette das Überleben nach einem Herzinfarkt verbessern können. In der aktuellen Studie erhielten nun 360 Herzinfarktpatienten sechs Monate lang hochdosierte Fette oder eine Scheinbehandlung. Patienten, die Omega-3-Fette erhalten hatten, wiesen im Vergleich zu Scheinbehandelten eine um 5,6 Prozent reduzierte Vernarbung des Herzmuskelgewebes auf. Zudem war die Funktion des linken Herzmuskels besser.

Die Wissenschaftler glauben, eine tägliche Behandlung mit Omega-3-Fettsäuren käme Patienten nach einem Herzinfarkt zugute. Der Umbau des Herzmuskels sei verbessert und in der Folge wäre mit einer Reduzierung von Herzinsuffizienz- und Todesfällen zu rechnen.

Quelle: Dr. Julia Hofmann17.08.16Zum AnfangZurück

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