Muttermilchkonsum - ein neuer Trend?

Der Handel im Netz treibt manchmal eigenartige Blüten: Muttermilch, die auf Internetportalen getauscht und gehandelt wird, dient nicht mehr allein der Ernährung von Säuglingen.

 

 

Muttermilch: Natürliches Superfood?

 

In entsprechenden Internetforen oder -plattformen bieten Mütter, die überschüssige Muttermilch haben, diese zum Kauf an. Es interessieren sich aber nicht nur Mütter dafür, die selbst nicht oder nicht ausreichend stillen können. Zumindest in den USA entwickeln auch Bodybuilder und Athleten für die menschliche Milch Interesse. Als "natürliches Superfood" gepriesen, soll die Milch wahrscheinlich Kraft und Ausdauer stärken und zu besseren Leistungen verhelfen.

 

 

Sicherheitsrisiko durch Keime und Lagerung

 

Die Sicherheit solcher Milchtauschbörsen und die Risiken bei der Verwendung fremder Muttermilch sind schon länger Gegenstand von Diskussionen und eines Artikels in "Breastfeeding Medicine". Eine Erkenntnis: Da Frauen den kommerziellen Wert von Muttermilch erkannt haben, ist die selbstlose Muttermilchspende gefährdet. Gefahren der Muttermilch aus dem Netz sind unter anderem Verdünnungen mit Kuhmilch und eine Keimbelastung aufgrund nicht angemessener Lagerung und Kühlung.

Quelle: Dr. Julia Hofmann29.06.15Zum AnfangZurück

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