Mütter geben Depressionen an Töchter

Möglicherweise geben Mütter ihre Depressionen an ihre Töchter weiter, so Wissenschaftler, nachdem sie die Hirnstrukturen verschiedener Generationen untersuchten. Der männliche Nachwuchs scheint dagegen nicht betroffen zu sein. Depressionen verursachen strukturelle Hirnveränderungen. Rund acht Prozent der Amerikaner über zwölf Jahre sind von Depressionen betroffen. Häufig lässt sich beobachten und zeigte sich auch in Studien, dass Mütter und Töchter betroffen sind. Tierstudien ergaben, dass mütterlicher Stress in der Schwangerschaft sich eher in den Hirnstrukturen von Töchtern als von Söhnen widerspiegelt. Dies zeigt sich vor allem in einem Hirnbereich, dem kortiko-limbischen System. Dieser Hirnbereich spielt nicht nur bei Angst eine Rolle, sondern ist auch für die Verarbeitung und Regulation von Gefühlen bedeutsam. In dem Bereich befinden sich zum Beispiel Hippocampus, Amygdala und vorderer cingulärer Kortex. Affektive Störungen wie Depressionen, Angst und Stress zeigen sich in strukturellen Veränderungen dieses Systems.

 

US-Forscher untersuchten an 35 Familien das Volumen der grauen Hirnsubstanz im kortiko-limbischen System der Eltern und Kinder mit der Magnetresonanztomographie. Der Hirnbereich von Müttern und Töchtern glich sich wesentlich mehr als der von Müttern und Söhnen und der zwischen Vätern und Söhnen, aber auch Töchtern. Die Studie wurde im "Journal of Neuroscience" veröffentlicht.

Quelle: Dr. Julia Hofmann02.02.16Zum AnfangZurück

Quellenangabe für Zitate

Inhalte dieser Webseite dürfen für kommerzielle und nichtkommerzielle Zwecke ohne Rückfragen auszugsweise zitiert werden. Bedingung dafür ist die Einrichtung des folgenden Links als Quelle des Zitates: