Mobbing schlimmer als Misshandlung

Das Mobbing von Kindern in der Schule hat langfristig für die Psyche oftmals schlimmere Konsequenzen als Misshandlungen von Erwachsenen, ergab eine aktuelle Studie. Angst, Depressionen und Suizidgefährdung können Betroffene auch im Erwachsenenalter begleiten.

 

 

Die Psyche leidet noch lange nach dem Mobbing

 

Kinder, die von anderen gemobbt werden, haben oftmals langfristig mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen. US-Forscher fanden heraus, dass sie später im Leben sogar mehr leiden als Kinder, die von Erwachsenen misshandelt wurden. Der Zusammenhang zwischen Misshandlung und der psychischen Gesundheit ist gut untersucht.

 

Kinder, die im Alter zwischen acht und 13 Jahren gemobbt worden waren, entwickelten der Untersuchung zufolge wahrscheinlicher psychische Erkrankungen als jene, die in einem Alter zwischen acht Wochen und 8,6 Jahren von den Eltern misshandelt worden waren. Die Kombination aus Mobbing und Misshandlung hatte ähnliche langfristige Auswirkungen auf die psychische Gesundheit.

 

 

Mobbing muss bekämpft werden

 

Demnach ist Mobbing unter Kindern kein Kavaliersdelikt und ist auch nicht als normaler Teil des Heranwachsens zu beurteilen. Kinder müssen vor Mobbing geschützt werden und Schulen, das Gesundheitssystem und andere Einrichtungen sollten sich daran beteiligen und zusammenarbeiten um Mobbing zu bekämpfen, so die Wissenschaftler.

Quelle: Dr. Julia Hofmann12.05.15Zum AnfangZurück

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