Mit Olivenöl und Nüssen Herzrisiko senken

Eine mediterrane Ernährung mit einem hohen Anteil an pflanzlichen Fetten gilt als gesund. Sie kann bei einer gesteigerten Aufnahme von Olivenöl und Nüssen längerfristig Risikofaktoren für eine Herzerkrankung senken, wenn diese bereits bestehen. Dies ist das Ergebnis einer spanischen Untersuchung, die das kanadische Ärzteblatt veröffentlichte.

 

Drei Ernährungsformen auf dem Prüfstand

Das Metabolische Syndrom bezeichnet verschiedene Erkrankungen und Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Herzkreislauf-Erkrankung erhöhen. Die dazugehörenden Symptome und Krankheiten sind Übergewicht mit hohem Taillenumfang, hoher Blutdruck, hoher Blutzucker, geringe Blutwerte des sogenannten "guten" HDL-Cholesterins und hohe Blutwerte für Triglyzeride (Neutralfette). Kommen die genannten Symptome und Krankheiten zusammen, spricht man vom Metabolischen Syndrom.

 

Spanische Forscher untersuchten in einer fünfjährigen Studie 5.800 Personen, von denen bereits zwei Drittel ein Metabolisches Syndrom aufwiesen.

 

Die Studienteilnehmer wurden einer von drei Ernährungsgruppen zugeordnet. Eine erhielt eine mediterrane Ernährung mit besonders hohem Anteil an Olivenöl. Eine weitere Gruppe nahm ebenfalls eine mediterrane Diät mit einer erhöhten Zufur von Nüssen zu sich. Die dritte Gruppe ernährte sich einfach fettarm. 

 

Mediterane Ernährung mit Olivenöl am besten

Nach drei Jahren waren keine Unterschiede zwischen den Gruppen erkennbar. Es entwickelten sogar viele Teilnehmer ein Metabolisches Syndrom, die zu Studienbeginn noch keines hatten. Nach fünf Jahren aber hatten Teilnehmer mit mediterraner Ernährung wahrscheinlicher Bauchfett verloren und wiesen einen geringeren Blutzucker auf.

 

Im Ergebnis wiesen 30 Prozent der Teilnehmer mit mediterraner Ernährung, die zu Beginn der Studie das Metabolische Syndrom hatten, nicht mehr die Kriterien auf, die für die Diagnose des Syndroms Bedingung sind. Am meisten hatten Studienteilnehmer mit mediterraner Diät, angereichert mit Olivenöl profitiert.

 

Da es keine Unterschiede im Gewichtsverlust oder im Energieverbrauch etwa durch körperliche Aktivität zwischen den Gruppen gab, sind die Unterschiede in den Ergebnissen der Ernährung zuzurechnen, so die Forscher. Sie vermuten, dass eine Olivenöl-reiche Ernährung mit erwiesener anti-entzündlicher Wirkung positive Auswirkungen auf die Fettverteilung im Körper hat.

 

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass Olivenöl den Blutzucker senken kann und eine schlechte Ansprechbarkeit der Körperzellen auf Zucker (Insulinresistenz) verbessert. 

Quelle: Dr. Julia Hofmann28.10.14Zum AnfangZurück

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